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3. - Bedürfnisse

*Zwischen geschoben:

Er wird nicht nur auf dieser emotionalen Ebene interagieren, sondern je nach Fassong wird die emotionale Bindung zur Gruppierung schnell zum Grundbedürfnis für das eigene Selbstwertgefühl, so das man, wenn man nicht aufpasst, emotional von einer Gruppe abhängig werden  kann.

 

Die geistliche Führung der Jehovas Zeugen forcieren das das neue Gebot der Nächstenliebe Jesu primär auf die Gläubigen der eigenen Gruppierung. Der neue Interessierte, wenn er die Bedingung akzeptiert jeglichen privaten liebevollen Kontakt auf JZ zu beschränken, wird somit emotional ausschließlich an diese Gruppierung gebunden, um das forcieren einmal genauer zu erklären. Der emotionale Halt wird so mit zum Klebstoff an eine Gruppierung -  in diesem Sinne ist der oben angeführte Bibelvers eine gute Warnung.

Aus diesem Aspekt ist es leicht nachzuvollziehen wieso der Ausstieg für hinein-geborene schwieriger ist als wenn jemand im Erwachsenenalter quer einsteigt.

Weshalb du persönlich dich mit der Bibel befassen möchtest, ist eigentlich allein deine Sache.

Doch der Bibelkurs der Jehovas Zeugen soll den  Wunsch erzeugen ein Jehovas Zeuge zu werden, wo du am Ende glauben sollst das dein ewiges Leben davon abhängig sein soll ob du neue Mitglieder anwirbst oder nicht...

Warum sagt man dir wohl vorher nichts darüber, das genau dies die Absicht dieses "Bibelkurses" ist?

Würdest du den Kurs auch dann machen wollen, wenn man dir diese Absicht vorher sagen würde?

Nein, die wenigsten würden dies tun.

 

„Sondern jeder wird versucht,
wenn er von seiner eigenen Begierde
fortgezogen und gelockt wird.“
(Jakobus 1:14 – „NWÜ“)

 


 

Einleitung


Hier soll jetzt nicht eine fundamentalistische Staatsreligion kritisch hinterfragt werden, wo schon die Kinder, aber auch alle Einwohner eines Landes fest in ein religiöses System rein gezogen und dementsprechend verformt, oder geformt werden.
 

In eine Religion fest hineingeboren zu werden, ohne Ausblick auf einen möglichen Wechsel (aufgrund von Ängsten und möglicher Todesstrafe), ist zweifellos eine Problematik für sich.
 

Auch im 21.Jh wird auf diesem Planeten tatsächlich noch das Recht eines Menschen auf eine freie Religionswahl und Ausübung beschnitten wie im finsteren Mittelalter.
Und eine Androhung, dieses Leben und/oder das ewige Leben verwirkt zu haben, wenn man einer Religion den Rücken kehrt, ist weit mehr als eine persönliche Einengung an Auswahlmöglichkeiten, wenn man die damit einhergehenden sozialen Konflikte bis hin zur Ächtung bedenkt.

Die Religion in die man hinein geboren war, wird so zum aufgezwungendem Welt- und Selbstbild; insofern treffen hier einige allgemein formulierte Kritikpunkte sehr wohl auf Jehovas Zeugen zu, deren Kinder von ihren Erziehungsberechtigten in den Ansichten der ZJ geprägt werden, wo vergleichbare Ängste geschürt werden, als wie es im Isalam und deren Kindesindoktrinierung der Fall ist, sowie jeden der einem Kind eine normale Kindheit verwehrt.

Nichts gegen Erziehung an sich, jedoch sollte dies vom Glauben getrennt vorgehen - ein Kind Glaubensinhalte zu vermitteln kann eine sehr schöne Zeit mit dem Kind sein, jedoch sind Ängste und Zwang, vor allem wenn diese emotionaler Natur sind, oder gar emotionale Erpressung beinhaltet, völlig fehl am Platz.

Trifft das auf Jehovas Zeugen zu? Werden die Kinder dort emotional erpresst?

Dazu einmal ein ->Lehrvideo der Jehovas Zeugen, wo es um ein Spielzeug geht (was nicht wirklich zaubern kann) wo dem Kind 'Phillip' volle Breitseite an Schuldgefühlen eingeredet wird, die es vorher gar nicht hatte. Sogar die verbale "Satan-Keule" wird ausgepackt. Man achte auch auf die Mimik der Mutter-Figur. Letztlich wird dem Kind ein moderner Aberglaube vermittelt. Eine wirklich schöne Kindheit sieht anders aus. Authentischer Glaube wird so nicht vermittelt, sondern eher wie sich emotionale Erpressung anfühlt. Doch zurück zum Thema:

-
 

Hier auf der Seite soll auf die menschlich nachvollziehbaren Gründe aufmerksam gemacht werden, sofern man die Freiheit besitzt sich eine Religion auszuwählen.

Zum Glück gibt es Gegenden wo man eine Wahl hat. Und auch ein Kind von JZ kann sich später umentscheiden wenn man wollte und entsprechend innerlich frei ist.

(Schade nur um die geraubte Zeit die man als Kind normal hätte verbringen können.)


Während der Ausarbeitung der weiteren Seiten hat es sich als sinnvoll heraus kristallisiert, auf diese bewussten und unbewussten Wünsche im Vorfeld aufmerksam zu machen, welche auch beim Wunsch ein ZJ zu werden eine nicht unwesentliche Rolle spielen.
 

3.1. Optionale Erwartungen


Es wird immer Menschen geben, welche aufgrund der Tatsache dass sie sich ihrer eigenen Existenz bewusst sind, sowie der guten Voraussetzungen welche die Entfaltung des Lebens auf diesen Planeten ermöglichten, zu dem Schluss kommen mögen das es ein höheres Wesen gibt, welchem sie dem „Startschuss“ zu ihrer Existenz zu verdanken haben. Diese nennt man für gewöhnlich Gläubige, da der Glaube ohnehin vorhanden ist und unabhängig von jeglicher Religion existiert.
 

Dieser „Schöpfergott“, oder je nach Glauben auch „die Geister“, hat/haben im Vorfeld agiert und der Gläubige ist diesem für die eigene Existenz dankbar. Es sind gleichermaßen Emotionen und Überlegungen die einen dazu veranlassen, das es so etwas wie ein Gott geben kann, oder das Empfinden wecken das es ihn geben muss. Das Unterbewusstsein erzeugt das Gefühl, das es so sein kann, oder gefühlt sogar sein muss.

Es soll auch Kinder geben, die scheinbar mit einem „Gottesgefühl“ auf die Welt gekommen sind, oder zumindest selber entwickelt haben – ich zähl mich mit dazu.
 

Der Glaube an einen Gott scheint somit eine ideelle und emotionale Grundlage zu haben, weshalb viele sich auf der Suche nach Gleichgesinnten begeben, welche solche Gottesgefühle nachvollziehen können und diese Gedanken dann innerhalb einer Gruppe teilen möchten.

Man möchte als Mensch mit diesem Empfinden angenommen werden.
 

Erwartungen:

- Wunsch nach Gleichgesinnten

- Als Gläubiger akzeptiert und angenommen werden

Die Glaubensrichtung, wie und ob man diesen Glauben einen Ausdruck verleihen möchte ist dann eine andere Sache. In der Regel wird aber für eine kulturell vorgegebene Religion entschieden – wie oben geschildert bleibt da auch oft keine Wahl.
Wenn der Suchende eine Wahl hat, dann ist dieser Wunsch sich einem Gott zusammen mit einer Gruppe zuzuwenden an sich etwas völlig natürliches.

Erwatung:

- Wunsch nach Anbetung in einer Gruppe

Verwerflich ist es nur, wenn Religionen diesen natürlichen Wunsch nach Anbetung bei ihren Mitgliedern zu ihren eigenen Zwecken missbrauchen.
 

Geht jemand nicht mit seiner kulturell üblichen Religion konform, ist aber unabhängig davon dennoch gläubig, so sucht er vielleicht eine andere Form von Anbetung, wenn er eine Wahl hat. Andere suchen heimlich, weil es in manchen Gegenden gefährlich/problematisch ist keinen bestimmten Glauben anzugehören.

 

Doch egal ob jemand bereits gläubig ist oder jemand einen Glauben erst einmal entwickeln will, möchte dieser vielleicht auch das bei der Wahl nach einer Glaubensform eine Religion Antworten liefert, auf berühmt berüchtige Fragen wie:
Wer ist Gott? Wo kommt der her? Was passiert nach dem Tod? Warum das Leid auf der Welt? Was bringt die Zukunft? usw.

Erwatungen:

- Antworten

- Sinn im Leben

- Hoffnung

- Gottesbild & Weltbild

Wenn jemand diese Antworten in einer Religion gefunden hat, welche für ihn persönlich plausibel sind, wird er u.U. in dieser Religion bleiben oder sich lediglich mit deren Antworten zufrieden geben.

Ein Glaube und das entsprechende Weltbild kann auch lediglich privat übernommen werden, wenn der Wunsch nach Gleichgesinnten nich gegeben ist.


Auch möglich das sich ein Gottesgefühl erst bei so einer Suche nach Antworten entwickelt.

An diesen Wunsch nach solchen Antworten ist an sich nichts verwerflich.
Verwerflich ist es nur, wenn man diesen Wunsch nach Antworten innerhalb einer Religion bei Suchenden zu missbrauchen weiß.

 

Es gibt aber auch noch eine ganze Reihe von ungenannten Motivationen, welche einige eher unbewusst nach einer Religion suchen lassen, dies zusätzlich zu den offensichtlichen und optionalen Gründen.


3.3. Unbewusste Erwartungen
 

Da es gerade diese unbewussten Wünsche sind welche der Mensch für sich noch nicht bewusst artikuliert hat, sucht der „Sklave“ diese Wünsche anzusprechen und ins emotionale Bewusstsein zu rücken.
 

Dies durch Vorgaben, wie man als „Prediger“ die Menschen an den Türen zu Hause am besten anspricht.
Diese, wie folgt angeführten, evt. unbewussten Wünsche können somit eine weit größere Rolle in der Mitgliederfindung spielen, als wie die optionalen Gründe (Vollständigkeit nicht garantiert):

 

Je nachdem, was man als Suchender an Negationen mit der Herkunfsfamilie erleben musste (Vater verließ die Familie, Mutter zu früh gestorben etc.) ist es eben auch ein Fakt das der Mensch einen neuen emotionalen Halt sucht.

So mancher Jehovas Zeuge wird dann zur Vaterfigur, oder Jehovas Zeugen als Ganzes zum Familienersatz.

 

Unbewusste Erwartungen:

- emotionaler Halt

- Ersatzfamilie


Auch ein Krieg mag eine sogenannte heile Welt zerstört haben, so dass viele neue christliche  Gruppierungen aufgrund dieser Nachfrage nach "Sicherheit" (man bemerke die Ironie)  ein Angebot machen konnten.
Die Zeugen Jehovas sind nur eine von mehreren Gruppierungen, welche den Kriegen jeweils einen bemerkbaren Zuwachs zu verdanken hatten.

Unbewusste Erwatungen:

- Ein Stück „heile Welt“
- Trost

Es ist etwas normales, wenn man als Suchender zusätzlich zum Wunsch der Anbetung in einer Religion noch Trost finden mag, oder ein leerer Platz im Herzen erfüllt wird, was man sich vorher nicht so bewusst war.

Verwerflich ist es nur dann, wenn eine Religionsführung diesen Wunsch zu ihren eigenen Zwecken auszunutzen weiß.

Anmerkug: Hier kann man natürlich nicht ausschließen, das dies auch ein bewusst formulierter Wunsch eines Suchenden ist, wie bei den folgenden Punkten ebenso. Doch von gelegentlich bis oft sind es erstmal unbewusste Wünsche.

Andere „Suchende“ wiederum haben es aufgrund angedeuteter zerrütteter Familienverhältnisse nie gelernt, sich vertrauensvoll zu öffnen, sich anderen mitzuteilen oder einen Fremden gegenüber Freundlichkeit zu erweisen, was eine Folgeproblematik noch zusätzlich dazu kommen kann.
Die Rede ist von der Fähigkeit ein normales soziales Umfeld aufbauen zu können, in dem man als Mensch interagieren und sich entfalten könnte, was man in der Regel innerhalb einer gut funktionierenden Familie gelernt haben sollte.
Dazu gehört die Erfahrung machen zu wollen, wie es ist innerhalb eines sozialen Umfeldes Anerkennung zu erhalten.

unbewusste Erwartungen:

- lernen wieder zu vertrauen

- gute soziale Interaktion

- Entfaltung der Persönlichkeit

- Wunsch nach Anerkennung

Das ist menschlich alles absolut nachvollziehbar.

Verwerflich ist nur, wenn eine Religionsführung diesen Wunsch nach Anerkennung und Gemeinschaft zu ihren eigenen Zwecken auszunutzen weiß.
 

Noch ein Bedürfnis: Aus Mangel an Eigenmotivation haben es manche nicht gelernt selbstständig zu agieren und sucht nach der „Anleitung fürs Leben“, oder überhaupt nach einer Motivation nach der er sein Leben ausrichtet. Aber auch für den unorganisierten Menschen, welcher vielleicht sogar „auf die schiefe Bahn“ geraten ist, mag der Zusatz neuer vorgegebener sinnvoller Inhalte wie eine göttliche Offenbarung erscheinen.

Bei ehemaligen Kriminellen kommt das Bedürfnis der emotionalen Rehabilitation hinzu, wo man mit dem entsprechenden Glaubensbild und entsprechender Reue durchaus das Gefühl erlangen kann, sich selbst vergeben zu können, weil man Gottes Vergebung annehmen kann.

Hier kann leider auch die unbewusste Angst vorherschen, das man wieder der alte Mensch wird, sollte man eine Reiligion verlassen.

Ähnlich gelagerte Problematik: Ein Teil der Gläubigen findet für sich auch Anlass zu einer Struktur innerhalb einer Religion, wo es neben Glauben und Hoffnung zusätzlich um Alltagsroutinen geht die sich positiv auswirken. Es gibt leider in unserer Gellschaft Menschen die es nicht kennen sich selbstwertschätzend zu pflegen oder überhaupt Tagesroutinen wie sich anziehen, nach der Post schauen, sich frisch machen etc. - dies vor allem aufgrund psychischer Probleme.

Dabei ist bekannt das regelmäßige Hygiene an sich bereits schon zu mehr wohlbefinden führt, wo die Treffen der Gläubigen oft erst ein Anlass sind sich vorher gründlich zu waschen.
Auch hier kann die unbewusste Angst oder überhaupt der Glaubenssatz "ohne Religion gehts mir wie früher", welcher wie eine innere Befürchtung immer präsent sein kann.

Unbewusste Erwartungen:

- Motivation finden

- positiver Einfluss im Tagesablauf

- Schuldgefühle los werden wollen

- sich selbst vergeben können

Unbewusste Motivation:

- Angst rückfällig zu werden
 

Auch klar definierte „Feindbilder“ gehören für manche mit dazu, wen man Vertrauen kann und wem nicht. Menschen die von einem Militärstaat oder einige Zeit von der Bundeswehr positiv geprägt wurden, haben meist den Wunsch nach solchen Vorgaben wie Disziplin und Ordnung. Hinterfragen und selbst nachdenken ist vielen leider während ihrer Zeit beim Militär abgewöhnt worden.


Erwatungen:
- klar definierte Feindbilder

- ausleben von Vorschriften

Solche Punkte wie eine positive Weltsicht, oder wie man sich selbst mit positiven Dingen beschäftigen kann, sind eigentlich eine gute Sache.

Verkehrt sind sie aber, wenn diese mit Negationen gepaart sind, von wegen man würde nicht Gott gefallen wenn man nicht entsprechend lebt.

Wo aber dann eine Abhängigkeit zur „Organisation“ suggeriert wird, ja gerade zu eingeimpft wurde das man nur in dieser gerettet wird, das man nur dort Gott richtig dient, nur dort Gottes Freund sein kann etc., stellt genau genommen einen emotionalen Zwang zur Mitgliedschaft dar.

Zumindest wenn man sich in diese Sichtweise hat einbringen lassen, was meist ein unbewusster Vorgang ist, der aber meist forciert wurde. Denn von alleine kommt niemand auf diese Idee das eine Gruppierung die "Wahrheit" sei - wohl aber kann man jemanden suggerieren, das er von selber zu dieser Sicht kam.

 

Andere Problematik: Ehemalige Drogenabhängie die Jehovas Zeugen wurden, haben Angst wieder Rückfällig zu werden, sollten sie diese Gruppierung verlassen. So ein Selbstbild sollte in solchen Fällen dann doch besser therapeutisch angegangen werden, zumal es adäquatere Möglichkeiten bei ehemaligen Süchtigen gibt - gläubig bleiben kann man ja dann immer noch wenn man mag.
 

Die Organisation der Zeugen Jehovas gehört mit zu solch einer Gruppierung, wo das Denken und Handeln von alltäglichen Dingen durch den Einfluss des „Sklaven“ bestimmt werden.

Den Leuten dort wird z.B. suggeriert etwas positives und sinnvolles zu tun, wenn man für die Wachtturmgesellschaft Reklame macht, wo suggerierte Belohnungseffekte dann tatsächlich jemanden "glücklich und zufrieden machen".

Genauso freuen sich indoktrinierte IS-Soldaten wenn sie Christen töten. Man muss den Leuten nur einreden, das sie etwas richtiges und wichtiges machen, selbst wenn es in den Augen anderer ein nogo wäre - dann aber auch Lob und Anerkennung sowie das Vertiefen der Zusammengehörigkeit macht dann eine Prägung komplett.

Dann sucht der Mensch dann nun mal auch nach Liebe, Vertrauen und Geborgenheit – auch außerhalb seiner Herkunftsfamilie dies unbewusst auch in einer Religionsgemeinschaft. Hier gehts um das Harmoniebedürfnis der meisten Menschen.
Klar ist, dass innerhalb jeglicher Gruppierung wo eine gleiche Sicht der Dinge existiert, ein gewisses „Miteinander“ vorherrschen kann.

Emotional verletzte Menschen mögen dabei zusätzzlich nach Heilung suchen und aufgrund der Liebe innerhalb einer eng zusammen haltender Gruppierung  kann es tatsächlich zu solchen Heilungen kommen. An diesen Wunsch, zusätzlich zur Anbetung dann noch eine emotionale Heilung zu erfahren ist an sich nichts auszusetzen. Noch andere wollen schlechte Charakter-eigenschaften ablegen.

Ubewusste Erwartungen:

- Harmoniebedürfnis

- emotionale Heilung
- besserer Mensch werden wollen

Authentische Kirchen und Gemeinden verweisen jedoch darauf, in Bedarfsfällen besser erst eine Psychotherapie oder Seelsorge oder beides zu starten, wo man es schaffen kann sich der Wichtigkeit der eigenen Ressourcen und einem gesunden Selbstbewusstsein bewusst zu machen.
 

Jedoch wird auch leider hier dieser Wunsch nach seelischer Heilung, oder seelischen Frieden, auch von manchen Religionen zu Eigeninteressen ausgenutzt, was die exklusive emotionale Bindung an die Gruppierung betrifft.

 

Bei ZJ jdoch selbst wird die seelische Heilung selbst meist gar nicht angegangen.

Seelsorge im klassischen Sinne gibt es bei Jehovas Zeugen gar nicht.

 

Nur ganz selten wird mal jemanden empfohlen einen Psychologen zu konsultieren - doch eigentlich wird eher vor Psychlogen gewarnt, obwohl man sich auf diese oft bezieht.

Offiziell aber wird es zum Glück JZ in ihrer Religion erlaubt fachliche Hilfe zu konsultieren. Intern mag man es vereinzelt noch negieren, hat aber keinen Einfluss auf den Stand in der Gruppe wenn man sich trotzdem helfen lässt.

Geht es einem JZ emotional schlecht, was auch psychische Symptome mit aufweisen kann, ermunternt die Literatur "mehr für Jehova" zu tun, da dies ja immerhin glücklich mache.

Oder bei einem Hirtenbesuch, wird von Ältesten so ein Artikel vorgelesen...
 

-

Hier wurde dargelegt, das der Mensch Bedürfnisse hat die er in einer Religion oder im Glauben an sich angehen möchte, was an sich völlig legitim und nachvollziehbar ist.

Als nächstes geht es darum, wie die WTG hingeht um die Menschen dort bei ihren offenen Themen, ihren Bedürfnissen, anzusprechen.

3.4 Ansprechen der potenziellen Zielgruppen
 

Mit besagter Lieteratur wird nun aber auch zunächst das Ziel verfolgt, den Menschen dort „abzuholen“, ihn dort zu „treffen“, sprich anzusprechen, was ihm gerade „wichtig zu sein scheint“, ihn „bewegt“ - dies in seinen Wünschen und Bedürfnissen. Gerade das jeder Mensch glücklich sein will, kann und soll der neue Kurs eigentlich jeden ansprechen.
 

Wenn man diese Seite bisher einigermaßen verstanden hat, ist klar dass die zusätzlichen emotionalen Wünsche die man in einer Religion erfüllt finden mag, erst mal nicht bewusst vorhanden sein müssen, sondern rein unbewusster Natur sind. Ein Mensch kann für seine inneren Beweggründe oft keine Erklärung abgeben, weil er sich derer schlicht (noch) nicht bewusst ist.
 

Rein optional mag der Suchende also innerhalb einer Religionsgruppierung anbeten und Gemeinschaft pflegen wollen. Doch wenn es um die emotionalen Wunden, Suche nach Integrität, oder ähnlich gelagerten Bedürfnissen (wie der Wunsch nach der„heilen Welt“) geht, wird die Religion äußerst selten als bewusste Option gewählt – zumindest kenne ich keinen Atheisten der in die Kirche geht, nur damit er soziale Kontakte pflegen kann – nur der Gläubige wird diesen zusätzlichen Nutzen in Anspruch (siehe auch * "Zwischen geschoben") nehmen wollen.


Wenn ein Mensch wüsste, dass er aufgrund einer negativen Prägung oder einem emotionalen Defizit durch Leben geht, so würde er sich besser gezielt helfen lassen können. Jedoch ist das psychologische Verständnis und das Wissen schlicht nicht immer vorhanden, bzw. in unserer Gesellschaft noch nicht so weit ausgeprägt, so dass unbewusst in einer Religion eine „Heilung“ erhofft wird, weil die entsprechend notwendige Diagnose bei sich selber nicht getroffen werden kann. Ich sehe aber seid der "Corona-Pandemie" das unsere Gesellschaft für psychologische Probleme weit mehr sensibilisiertist als wie noch vor fünfzehn Jahren.
 

Ansonsten schließen sich nun Möglichkeiten auf, wo eine Religionsorganisation problemlos anknüpfen kann, um gezielt diese unbewussten Wünsche zu ihren eigenen Zweck zu verwerten.

Im Prinzip werden solche Menschen dann als idealisierte Zielgruppe angesprochen, was schon jahrelang als eine Methode bei den ZJ zur Findung neuer Mitglieder praktiziert wird (was auf thraumatisierte Menschen nicht unbedibgt der Fall ist, da deren Fähigkit neue Vertrauens-bezüge aufzubauen stark eingeschränkt sind - auch zu Jehovas Zeugen).
 

In Veröffentlichungen wie Was lehrt die Bibel wirklich? oder Glücklich - für immer, eigentlich allen möglichen Publikationen der WTG, findet man Vorgehensweisen, welche an sich nicht in der Bibel zu finden sind - und damit sind nicht nur die Videos gemeint..
 

Was ich meine ist gut erkennbar, wenn man sich die ersten paar Absätze aus diesem Buch genauer Anschaut, S.3:“
 

IN DER Zeitung, im Fernsehen und im Radio liest und hört man heute ständig von Kriegen, Verbrechen und Terrorismus. Gleichzeitig hat jeder von uns mit persönlichen Sorgen zu kämpfen. Viele sind krank oder haben einen lieben Menschen verloren und sind deshalb sehr traurig und deprimiert. Manche fühlen sich wie der gerechte Hiob, „mit Trübsal und Elendgesättigt“...
 

Vielleicht fragen auch Sie sich:
Wollte Gott, dass mein Leben und das Leben anderer Menschen so aussieht?
Was hilft mir, mit meinen Problemen fertig zu werden?
Wird auf der Erde wohl jemals Frieden herrschen?
Die Bibel gibt zufriedenstellende Antworten auf diese Fragen.“

- Was lehrt die Bibl wirklich?

Der aktuelle interaktive Kurs (iK) beginnt mit folgender Einleitung:

"Fast jeder hat Fragen über den Sinn des Lebens, das Leid in der Welt, den Tod und die Zukunft. Aber uns beschäftigen auch ganz alltägliche Dinge: Wir müssen für unsere Familie sorgen und wollen ein glückliches Leben führen. Viele haben festgestellt, dass die Bibel nicht nur die großen Fragen des Lebens beantwortet, sondern auch praktische Tipps für den Alltag enthält. Die Bibel kann wirklich jedem etwas geben."

Quelle: JW.org (link führt direkt zum "Kurs").

Wenn man einmal die obenstehenden Texte ganz objektiv betrachtet:

Der Leser soll hier etwas auf sich persönlich beziehen - "in sich gehen". Schafft man es einen Menschen auf seine emotionalen, oder aber auch seinen materiellen, Bedürfnisse anzusprechen (wie mit manchen Methoden aus der Werbung), dann öffnet er sich und ist leichter zu beeinflussen.

Mit dem Hintergrundwissen über die Grundbedürfnisse des Menschen erkennt man recht gut dass diese gezielt angesprochen werden.
Wenn man bedenkt, dass es sich hier immerhin um ein Buch handelt, welches den Anspruch erhebt sich mit den Lehren der Bibel auseinander zu setzen, einem kostenlosen „Bibelkurs“, so darf ich hier folgendes Fragen:

 

Machen diese Veröffentlichungen einen sachlichen Eindruck?

Welche Zielgruppe spricht dieses Buch an?

Menschen die Sachwissen über christliches Grundwissen vermittelt bekommen möchten?
 

Eine Gruppe waren die Menschen welche, neben dem Glauben, eine „heile Welt“ suchen.

Aber auch der Mensch der es nicht alleine schafft mit dem Leben fertig zu werden, wird hier direkt angesprochen, aber auch durch ein Video was gezielt solche Leute ansprechen soll, mit dem Namen ->"Wie ich endlich glücklich wurde".

Anmerkung zum Video:

Anstatt den Mann psychologische Hilfe angeraten zu haben, da er suizid gefährdet war, wurde er in die Reihen der Zeugen Jehovas eingefügt...

Das Video liefert übrigens ein gutes Beispiel für die Zielgruppe die ein struktuiertes Leben braucht, es nicht gelernt hat mit sich selber zufrieden zu sein - statt dessen ist sein Glück nun von der Religion abhängig gemacht worden.

Aber sachlich an die biblische Thematik ran zu gehen, das Evangeliumin Christus in den Mittelpunkt zu stellen gemäß Jesu Aufforderung alles zu lehren was er geboten hatte, davon findet man hier erstmal gar nichts.

Anstatt hier also direkt auf die Grundlehren der Bibel zu verweisen, spricht man hier speziell diese Zielgruppen auf ihre unbewusst vorhandenen Bedürfnisse an, bzw appelirt an ihnen.
 

„... Denken wir nur einen Augenblick an die Ängste und Sorgen, die uns persönlich belasten. Vielleicht sind es finanzielle Schwierigkeiten, Familienprobleme, Krankheiten oder wir haben sogar einen lieben Menschen verloren.“ – („Was lehrt die Bibel wirklich?“, S. 6.)

Dieses emotionale Abholen der Leute übernehmen nun weitgehenst die Videos.

Wer sie sachlich betrachtet wird schnell die emotional geladene Musik auffallen, sowie die Absicht das der Zuschauer sich empatisch in die Darsteller einfühlen soll, damit dieser nachvollziehen kann wieso sich diese Leute den Jehovas Zeugen angeschlossen haben.

Zur beeinflussenden psychologischen Wirkung von Filmmusik, wie diese in den "Lehrvideos" der ZJ vorkommen ist dieser Artikel hier im ->link recht informativ.

Was mir auch bei diesen Videos aufgefallen ist, das diese Leute meist nicht sehr gebildet waren und schlicht das Allgemeinwissen über ZJ fehlte.

Um die Menschen emotional zu beeinflussen sind diese und ähnliche Videos wirklich hervoragend gemacht.

Noch eine Anmerkung zum Zitat (S.6) an sich:

Nur weil das Buch an zitierter Stelle diese Probleme anspricht, kommt es, selbst nicht bei einem Beitritt zur Gruppierung für jeden zu einer Lösung dessen Probleme, sondern im Endeffekt zum emotionalen Zwang sich der Gruppierung anzuschließen (damit man Gott gefällt und evtl. Harmageddon überleben kann), um der übertragenen Hoffnung zu harren, eventuell in Zukunft mal von den Problemen erlöst zu werden. Eher selten lösen sich Probleme bei JZ. In dieser Zeit kommen zu diesen persönlichen Problemen noch die „Harmagedon-Ängste“ sowie viele weitere Lasten eines ZJ hinzu, die der „Sklave“ seinen Anhängern auferlegt.
 

Das profane Ansprechen der persönlichen Probleme soll daher nur neugierig machen und den Anschein eines Grundes zur Hoffnung erwecken, als wenn es in diesen Leben schon besser werden würde, was aber hier im Anfang des Buches nur als Köder verwendet wird.
 

Wenn der Interessierte schon vorher fairerweise gesagt bekommen würde, das seine Probleme nicht wirklich gelöst werden, das diese eigentlich nur in eine Hoffnung verpackt werden, dann würde er wahrscheinlich nicht weiter mit den ZJ „studieren“. Aber dann könnte der „Sklave“ eben nicht sich die Probleme zu Nutze machen, um den Menschen eine Vorgabe zu unterbreiten, wann und unter welchen Voraussetzungen er angeblich seine Probleme gelöst bekommt...
 

Jemand der sich rein informativ oder sachlich mit den Grundlehren und den Grundinhalten der Bibel beschäftigen möchte, wird hier erst mal in eine ungebührlich persönliche Anregung verwickelt. Ihm werden persönliche Motivationen mit auf dem Weg gegeben, um die es ihm
vielleicht gar nicht geht. Auch wird hier in den Kurseinleitungen gar nicht mit einem „Bibelkurs“ geworben, sondern es läuft erst im Nachhinein darauf aus, das man die „Bibel studiert“. Nur das dies aus erzeugten Hoffnungen erfolgte, weil man subjektiv auch die Probleme des neuen Inetressierten ansprach und ihn dort berührte....

 

Einen Menschen mit wachem Geist würden hier die Alarmglocken hochgehen – einem feinfühligen, unbefangen, bedürftigen Menschen dagegen, geht bei solchen Dingen schlicht „das Herz auf“.
 

Jemand, der wirklich der Zielgruppe entspricht und tatsächlich seelische oder emotionale Defizite aufweist, oder ein Bedürfnis nach Antworten verspürt, der wird aufgrund dieser sehr persönlichen Fragen auch entsprechend in seinem Grundbedürfnis angesprochen.
 

"Die Bibel gibt zufriedenstellende Antworten auf diese Fragen“...
Und wieso dann die Betrachtung dieses Publikationen? Um einen Menschen in seinen unbewusst emotionalen Grundbedürfnis, sofern vorhanden, anzusprechen.


Mit ähnlichen Worten und demselben Prinzip, wurde schon 1968 im
“Wahrheitsbuch“ vorgegangen, Kapitel 1:

 

MÖCHTEST du in Frieden und Glück leben? Ersehnst du für dich und deine Angehörigen blühende Gesundheit und langes Leben? Hegst du in deinem Herzen den Wunsch, alles Böse und alle Leiden möchten doch ein Ende nehmen? Jeder aufrichtige Mensch ersehnt das. Heute nehmen jedoch überall auf der Erde Gewalttat Verbrechen, Hungersnöte und Krankheiten überhand. Warum gibt es in der Welt so viel Elend? Was bedeutet das alles? Gibt es einen stichhaltigen Grund für die Annahme, daß sich die Verhältnisse noch zu
unseren Lebzeiten bessern werden
?“
 

Auch das „Erkenntnisbuch“ (1995), legt im ersten Kapitel sehr emotional vor und das ziemlich gezielt:
 

DIE innige Umarmung eines geliebten Menschen; vergnügtes Lachen bei einem guten Essen mit geschätzten Freunden; die Freude, Kindern bei ihrem fröhlichen Spiel zuzusehen — solche Situationen sind Lichtblicke im Leben. Doch für viele Menschen scheint das Leben ein ernstes Problem nach dem anderen mit sich zu bringen. Sollte es uns so ergehen, können wir trotzdem Mut fassen.
 

Noch ein Beispiel aus dem „Paradiesbuch“ (1989):
 

GLÜCKLICH auf der Erde leben — das scheint nicht einmal für kurze Zeit möglich zu sein. Vielen wird das Leben durchKrankheit, Altersbeschwerden, Hunger oder Kriminalität schwergemacht. Vielleicht denkst du: „Über ewiges Leben auf einer paradiesischen Erde reden heißt, seine Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen. Es ist reine Zeitverschwendung. Ewiges Leben ist doch nur ein Traum. ... Zweifellos würden dir die meisten zustimmen. Wieso können wir daher so sicher sein, daß du für immer im Paradies auf Erden leben kannst? Wieso können wir glauben, daß ewiges Leben nicht nur ein Traum ist?
 

-
 

Auch im „Predigtdienst“, wie ZJ ihre Tätigkeit benennen wenn diese bei den Menschen zu Hause vorsprechen, pflegt man auf diese persönlichen Belange der Menschen zielgerichtet anzusprechen. Das diese direkt beim ersten mal richtig liegen ist eher Zufall - doch JZ machen sich Notizen oder merken sich wenn zum Beispiel jemand arbeitslos ist, damit er beim nächsten mal die passende Einleitung bringen kann.
 

Es gilt die Menschen zu „locken“ mit dem was sie sich wünschen. Der Lösung ihrer Probleme.
Ein Buch, gedruckt von der Wachtturmgesellschaft (WTG-Buch) mit dem Titel „Unterredungen anhand der Schriften“ enthält „Einleitungen für den Predigtdienst“, wo die hier angeführten Beispiele unter den eingefügten Zielgruppen von mir eingeordnet wurden:

 

Zielgruppe „Suchend nach Antworten“, Hoffnungssuchende:
 

Haben Sie sich je die Frage gestellt, warum wir alt werden und sterben? Einige Meeresschild-kröten leben Hunderte von Jahren. Gewisse Bäume werden Tausende von Jahren alt. Aber der Mensch lebt nur 70 oder 80 Jahre und stirbt dann. Haben Sie sich je gefragt, warum?
 

Haben Sie sich schon einmal mit der Frage beschäftigt, ob mit dem Tod alles vorbei ist? Oder ob es irgend etwas nach dem Tode gibt?
 

Zielgruppe „Wunsch nach besserer Zukunft“:
 

Wir sprechen mit unseren Mitmenschen darüber, was getanwerden kann, damit stets für alle genügend Arbeit und Wohnraum vorhanden ist. Kann man vernünftigerweise erwarten, daß die Regierungen dafür sorgen werden?
 

Wir sprechen mit unseren Mitmenschen über eine gute Regierung. Die meisten Menschen wünschen sich eine Regierung, die frei von Korruption ist, allen eine Arbeitsmöglichkeit gibt und für jeden gute Wohnverhältnisse schafft. Welche Art von Regierung könnte Ihrer Meinung nach all das bewirken?
 

In den Gesprächen, die ich bisher geführt habe, ist mir aufgefallen, daß sich viele danach sehnen, unter einer Regierung zu leben, die wirklich die großen Probleme lösen kann, denen wir uns heute gegenübersehen — Verbrechen und die hohen Lebenshaltungskosten [oder was gerade aktuell ist]. Würden Sie das nicht auch für wünschenswert halten?
 

Zielgruppe: „Wunsch nach Anleitung fürs Leben“:
 

Wir sprechen mit unseren Mitmenschen darüber, wo man praktische Hilfe finden kann, um mit den Problemen des Lebens fertig zu werden. Früher suchten die Menschen in der Bibel nach Rat. Heutzutage ändern sich die Meinungen jedoch ständig. Wie denken Sie darüber? Ist die Bibel für Sie das Wort Gottes oder lediglich ein gutes Buch, das von Menschen geschrieben wurde?
 

Wir wenden uns an Personen, denen es am Herzen liegt, ein noch glücklicheres Familienleben zu führen. Obwohl wir alle unser Bestes zu tun versuchen, interessieren wir uns doch für Verbesserungsmöglichkeiten, nicht wahr?
 

Zielgruppe: „Wunsch nach der heilen Welt“:
 

Heutzutage ist fast jeder über die atomare Bedrohung beunruhigt. Halten Sie es für möglich, daß wir auf der Erde jemals echten Frieden haben werden?

 

Ich versuche Menschen anzutreffen, die gern in einer Welt leben möchten, in der es keinen Krieg mehr gibt. Allein in diesem Jahrhundert hat es neben den zwei Weltkriegen Hunderte anderer Kriege gegeben. Nun sind wir von einer Auseinandersetzung mit Kernwaffen bedroht. Was meinen Sie, wie ein solcher Krieg verhindert werden könnte?
 

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Monatlich kommen dann Vorschläge "Arbeitsheft der Leben- und Dienszusammenkunft" hinzu, wo hier ->dieser link einmal direkt zu einem Beispiel führt.

Rein ideell versucht ein ZJ die Menschen dazu zu bringen, auf Gott zu vertrauen und diese im Idealfall zu Anhängern ihrer Gruppe machen möchten, damit diese in „Harmagedon“ nicht umkommen.

 

Die Erfahrung zeigt jedoch, dass solche Einleitungen wie oben stehend meistens nichts fruchten, denn diese speziellen Zielgruppen sind dünn gesät, aber es gibt sie.
Es ist zwar zu einer absoluten Seltenheit geworden, dass in einer aufgeklärten Nation ein Mensch aufgrund eines Besuches von einem Zeugen Jehovas, dieser in diese Konfession mit einsteigen möchte. Leider sind viele andere Länder noch nicht so gut aufgeklärt.
 

Bedürftige Menschen, in irgend einer Hinsicht, gibt es aber immer.
Vor ein paar Jahrzehnten war es in der BRD jedoch anders, wo die Menschen aufgrund von Unwissen und des Kummers des Krieges, empfänglicher für Haustürprediger waren.

Erweckte Herzenswünsche und Versprechungen an die gebeutelte Seele können aber auch einen an sich intelligenten Menschen beeinflussen wenn dieser emotional am Boden ist.
 

3.5. Das Herz erreichen...

Man muss somit anmerken, dass die Zielgruppen meist Menschen mit wenig oder mit geringer emotionaler Stärke sind. Menschen, deren Herz man zu erreichen sucht – welche mitunter verzweifelt sind und die alles glauben würden, nur damit es ihnen besser geht.
 

„Mehr als alles sonst, was zu behüten ist, behüte dein Herz“, so der bereits zitierte Spruch Salomos. Hier ist das „sinnbildliche Herz“gemeint - hier zitiert die WTG in ihrem „Einsichtenbuch“ ein „weltliches Werk“:
 

Das sinnbildliche Herz. Bei der überwiegenden Zahl der Fälle, in denen das Wort „Herz“ in der Heiligen Schrift vorkommt, wird es sinnbildlich gebraucht. Man sagt, es stehe für „das Zentrum im allgemeinen, das Innere und daher für den inneren Menschen, wie er sich durch seine unterschiedlichsten Handlungen zu erkennen gibt, durch seine  Wünsche, Neigungen, Gefühle, Leidenschaften, Absichten, Gedanken, Auffassungen und Vorstellungen, seine Weisheit und Erkenntnis, seine Fähigkeiten, Ansichten und Überlegungen, sein Erinnerungsvermögen und Bewußtsein“ - (Journal of the Society of Biblical Literature and Exegesis, 1882, S. 67).
 

Das „sinnbildliche Herz“ ist für einen Zeugen Jehovas der „Sitz der inneren Beweggründe“, d.h. die Stelle im Innersten des Menschen, in der unsere Motivationen und Entscheidungen „geboren“ werden.
Ein ZJ versucht also, wie es die Formulierungen aus den verschiedenen Heimbibelstudien-hilfsmitteln zeigen, nicht nur einfach biblisches Wissen zu übermitteln.

 

Nein, er versucht bewusst das „Herz“ eines Menschen zu erreichen – er wird ermuntert den Menschen genau dort in seinem Innersten anzusprechen, in dem inneren „Kämmerlein“, wo ein Mensch u.a. die Entscheidungen für seine persönliche Zukunft vornimmt, wo Lösungen für Probleme herbeigesehnt werden, wo Emotionen den Willen beeinflussen u.v.m. ...
 

Wie gelang es Paulus, auf überzeugende Weise „anhand der Schriften“ zu argumentieren? Er appellierte an das Herz und den Verstand seiner Gesprächspartner. So wie er bemühen auch wir uns, das Herz zu erreichen. Schöpfen wir heraus, was im Herzen unserer Gesprächspartner ist, indem wir Fragen stellen: freundlich und mit aufrichtigem Interesse, ohne plump oder aufdringlich zu wirken“. – WT 15.02.2010, S. 13
 

Beim Verkündigen der guten Botschaft von Gottes Königreich bemühen wir uns, so geschickt wie möglich zu lehren, um das Herz unserer Mitmenschen zu erreichen. Schließlich möchten wir ihnen helfen, Jünger Christi zu werden.“ – WT, 15.01.2009, S. 15
 

Ob wir viel wissen oder wenig, ob wir als Lehrer große Erfahrung haben oder nicht — die Liebe, die wir in unserem Dienst zeigen, wird wesentlich dazu beitragen, das Herz der Menschen zu  erreichen. Um beim Jüngermachen wirklich etwas zu bewirken, müssen wir also wie Jesus mit Liebe lehren.“ – WT, 15.07.2009, S.16
 

Im Gegensatz zu Jesus sind wir unvollkommen und können den Meilenstein der Taufe erst erreichen, nachdem wir andere wichtige Schritte getan haben. Das beginnt damit, die genaue
Erkenntnis Jehovas und Jesu Christi in unser Herz aufzunehmen.
“ – „Erkenntnisbuch“, S.173
 

Eine Hoffnung, die in Herz und Sinn fest verankert ist, wird uns  befähigen, in Satans Welt Härten zu ertragen“ – „Erkenntnisbuch“, S.182.


Überlegen wir uns das einmal! Jehova sehnt sich regelrecht danach, die Toten zum Leben zurückzurufen. Wird einem bei diesem Gedanken nicht warm ums Herz?

- „Was lehrt die Bibel wirklich“, S.71
 

Ich könnte hier auf mehrere hundert von Zitaten aus der Wachtturmliteratur verweisen, wo es um eine direkte Ansprache auf dieses sinnbildliche Herz geht, das man es im Sinne des „Sklaven“ zu behüten hat, oder wenn es darum geht die Interessierte zu beeinflussen.
 

Während die Bibel dieses Herz einfach nur als Synonym für die inneren Beweggründe eines Menschen erwähnt, wird der ZJ dazu aufgefordert genau dieses gezielt zu beeinflussen - wenn möglich liebevoll...
 

Er will, obschon er sich der Bedeutung dieser Aktion scheinbar nicht vollständig bewusst ist, einen Menschen in seinem Fühlen und Denken verändern, was sich im Eigentlichen hinter dem Schlagwort „das Herz erreichen“ verbirgt. Das zielgerichtete Ansprechen von dem, was Menschen an verborgenen Wünschen auf den Herzen haben mag, mitunter erzeugt von seinen eigenen Problemen, wird somit zum Startschuss einer weiter fortzuführenden Veränderung eines Menschen, der in seinem Innersten umstrukturiert werden soll.
 

Der allgemeine ZJ hat kein Wissen über diese bewusst eingeleitete Initiierung an Interesse, durch sein Ansprechen der unbewussten Wünsche des Wohnungsinhabers.
Er selber mag es mal als positiv erlebt haben. Nicht nur dies, er möchte nun auch diese selbst erlebten Veränderungen bei anderen Menschen durchführen.
Und eins muss man sagen: „Das Herz zu erreichen“ hört sich viel harmloser an (so, als ob man verliebt wäre, oder man schenkt jemanden seine Liebe), im Gegensatz zur Gedanken beeinflussenden Gefühlsmanipulation oder „emotionale Vereinnahmung“.

 

Das Herz, der innere Mensch, darf hier als eine Dose verstanden werden, welche nur einen passenden Öffner braucht, damit sie neu gefüllt werden kann...
Dazu dienen die gezielten Einleitungen der Anrede.

 

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Noch so ein solcher „Öffner“, sind Kinder - für gewöhnlich „öffnet sich ein Herz“ wenn man kleine Kinder sieht, aus einem natürlichen Instinkt heraus.
 

Im Buch „Was lehrt die Bibel wirklich?“ im Kapitel 1, ist man sich auch nicht zu schade um eine Abbildung von einem wirklich süßen kleinen Mädchen zu bringen.
Solche Bilder lassen jemanden innerlich in den Zustand versetzen, als wenn man sich auf die Ebene eines Kindes einstellt, um besser mit ihm interagieren zu können.
Vor allem Logikschranken werden dabei runter gefahren.

 

Bilder vermitteln ungefragt Emotionen. Nehmen wir nur mal die plakativen Paradiesbilder, wofür die WT-Literatur nun mal bekannt ist – auf diesen werden vor allem positive Dinge als real erreichbar inAussicht gestellt. Diese sollen den Wunsch auslösen, dieselben Emotionen (Freude, Glück etc.) zu erreichen, wie sie auf den Bildern als bereits existent dargestellt werden, was einerseits die eigenen Missstände des Betrachters bewusstwerden lässt, welcher sich eigentlich wünscht glücklich zu sein.
 

Genauso werden die persönlichen nicht sichtbaren Wünsche angesprochen, als ein Dosenöffner, damit der Mensch sich öffnet - sein „Interesse“ (innerer Wusch) wird „geweckt“ – womit er weiter „bei der Stange“ gehalten wird.
 

Ein Fazit:
 

Hier wurde nun herausgestellt, das es emotionale Bedürfnisse gibt die einen Menschen auch unbewusst zu einer Religion führen lassen.
Die Zeugen Jehovas verwenden im Erstkontakt Redewendungen, wo gezielt diese Bedürfnisse angesprochen werden.
Dies macht er unbewusst, weil er nur nach den Vorgaben agiert.
Über die Wirkung und wieso „es“ wirkt, wenn es mal der Fall ist, macht er sich keine Gedanken. Wenn doch, dann schreibt er es Gott zu, oder der entsprechende Mensch hat ein „aufrichtiges Herz“ oder „ist zum ewigen Leben richtig eingestellt“.

 

Ob ein Mensch gegenüber diesem Bibelstudium besser erst mal andere Methoden versuchen sollte, um seine emotionalen oder gar psychologischen Probleme in den Griff zu bekommen, daraufhin wird ihn ein ZJ in der Regel nicht hinweisen.
Er wird im allgemeinen auch nicht geschult um Entscheidungsgrundlagen oder Erfahrungen aufzubringen, um abwägen zu können, ob der Mensch gegenüber eher professionelle Hilfe bräuchte, als wie zur möglichen Ausflucht aus der Realität einer neuen Religion beizutreten.

 

Gerade die Menschen aus der Nachkriegszeit, in der Zeit wo die ZJ jeweils den größten Zuwachs erfuhren, hätte so mancher eine Thraumatherapie nötig gehabt. So ein Krieg traumatisiert jeweils eine ganze beteiligte Nation hab ich mir sagen lassen.

Sicherlich ist es nicht verboten, den traumatisierten oder verletzten emotionalen Zustand auszunutzen, um einen Menschen in seiner Seelennot, oder in einer schwachen Phase des Lebens, aufzufangen, wo vielleicht die „Fassung“ verloren wurde, oder die ansonsten
vorhandenen inneren Schutzmechanismen runter gefahren sind, um einen solchen in einer Religion an „Board zu ködern“ - dies mit Paradiesversprechungen und der gezielten Anrede der unbefriedigten Grundbedürfnisse gebeutelter Mitbürger.

 

So wie es bei den ZJ jedoch klarerweise der Fall ist, sollte es jedoch verboten werden – bitte nicht falsch verstehen.
Ich hätte nichts gegen die profane Verkündigung des Evangeliums – ich habe nur etwas gegen die Vorgehensweisen, womit und wie der Mensch „gefischt“ werden soll.

 

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Was nun?

Der Startschuss mag gesetzt sein.

Das Interesse wurde geweckt. Es folgt ein Blick durch die Brille der Hoffnung.

Es wird Zeit das „Paradies“ vorzustellen, eine weitere Sprosse auf der Leiter nach
oben, sofern jemand den Verlust etwas kritisch Hinterfragen zu
können als „oben“ bezeichnen will.
Doch vorher noch etwas zum Thema Fundamentalismus...

 

Filmmusik transportiert oft unterschwellig eine bewusst erzeugte Emotion die man beim Hörer auch nur künstlich erzeugen will - das ist bei den Videos zu dem Kurs

Glücklich - für immer ganz genau so.

Mit diesen erzeugten Emotionen sollen dann weitere Informationen aus dem Video verknüpft werden, welche man dann als "Lehrinhalte" vermittelt.