Kapitel 6 - Techniken aus dem Milton Model - Teil 1

Zum besseren Verständnis wird empfohlen sich zumindest erst mit der Thematik "Bruch in der Sprache" zu befassen, wie es ->hier im Abschnitt 6.4 erklärt wird.

Grundsätzlich sind jedoch alle hier gegebenen Vorkenntnisse von Vorteil, wie sie aus den Seiten zuvor vermittelt werden.

Es erfolgen darauf Beispiele wie diese Techniken in der Wachtturmliteratur missbraucht werden, die ohne dem Wissen der jeweiligen JZ auf sie angewendet werden.

 

6.5. Milton Modell (MM) - Nominalisierungen und Adjektive
 

Siehe auch ->hier.

Nomen sind Hauptwörter, oder auch Substantive genannt.

Adjektive sind Eigenschaftswörter.
 

Wenn man solche Wortarten verwendet, dann ist das an sich noch keine Beeinflussung eines Menschen, oder ein suggestiver Bruch in der Sprache.
 

Im MM werden daher spezielle Nomen und Adjektive verwendet, welche an sich nicht greifbar oder materiell sind wie ein „Haus“, ein „Auto“, oder „weich“ und „hart“.
 

Hier verwendet man bewusst Begriffe wie „Frieden“, „Glück“, „Zufriedenheit“, „Liebe“, „Gefahr“, „Hass“ usw. Begriffe welche eine geistige oder emotionale Ebene ansprechen und im Sinne des
Empfängers individuell interpretiert werden müssen, bzw. wo der Mensch in der Regel bereits eine eigene (Wunsch-)Vorstellungen besitzt.

 

Sie können auch von einem Verb abgeleitet werden (studieren = Studium, erkennen = Erkenntnis, glauben = Glaube).
Auch wird gerne aus einem Nomen das entsprechende Adjektiv gebildet (oder umgekehrt) – aus „Glück“ wird „glücklich“ und aus „Zufriedenheit“ wird „zufrieden“ – um diese dann gezielt die emotionale Ebene ansprechen zu lassen.

 

Jetzt muss es allerdings noch lange keine Suggestion auslösen, nur weil man solche Wörter verwendet.


(Die Bibel in ihren Grundtexten selber verwendet solche Begriffe, jedoch ohne jemanden damit zu manipulieren – wohl kann man aber aus der Bibel psychologische Wirkungen des Glaubens ableiten - z.B. „wegen der vor ihm liegenden Freude erduldete er einen Kreuzestod“, „die Früchte des Geistes sind Frieden, Freude, Langmut...“,

„Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewusst sind“ ... - aber das ist leider nicht die Thematik dieser Seiten, auch wenn ich dazu eine Menge zu schreiben hätte und auch
gerne tun würde.)


Suggestiv können diese speziellen Nomen und Adjektive jedoch da eingesetzt werden, wenn ein Satz gezielt unpräzise (Bruch in derSprache) formuliert wird. Da man ihn nur dann versteht, wenn man auf das eigene Empfinden zurückgreifen muss, um den Sinn des Einsatzes
des Wortes zu ergründen, oder um den emotionalen Sinn einer Aussage nachzuempfinden. Dabei lässt das UB diese Emotion aufkommen, bzw. wird auf die eigene Vorstellung der emotionalen Bedeutung zurückgegriffen, was in der Regel ein ungewolltes Durchleben dieser
Emotionen auslösen lässt.


Wie schon geschildert, handelt es sich hier nicht um „Dinge“ die man in die Hand nehmen kann, sondern um Begriffe welchen man in der Regel bereits einer eigenen, emotional nachvollziehbaren Bedeutung beigemessen hat.


Wurde der gewünschte Gemütszustand impliziert, ist man in der Lage eine Emotion mit einem bestimmten Zusatz, wie einer Glaubensansicht der ZJ, zu verknüpfen.
 

Eine Methode innerhalb der WT-Literatur ist in diesen Zusammenhang, den gewünschten Zustand (z.B. des „Glücks“) als etwas erreichbares in Aussicht zustellen, sofern man sich an die Vorgaben des „Sklaven“ hält – folglich wird es auch aufgrund dieser Suggestionen auch tatsächlich zu den besagten emotionalen Zuständen kommen, wenn man als ZJ aktiv ist.
 

In der Sprache der WT-Literatur wird „Glück“ und „Zufriedenheit“ aber nicht nur dann als etwas in Aussicht gestellt, wenn man sich an die Vorgaben des Sklaven hält, sondern zusätzlich wird „vollkommenes“ Glück als etwas was im „Paradies auf Erden sein wird“ dargestellt, so
das letztlich die Aussicht, die konstruierte „Hoffnung“, die größeren Emotionen auslöst, als wie der „Glaubensweg“ selber.

 

(Es ist nicht verwerflich, wenn ein Mensch aus einer „Hoffnung“ Kraft schöpfen kann – verwerflich ist es aber, wenn eine Organisation diese Hoffnung als eine Abhängigkeit von ihr verklärt.)
 

Oder noch anders: Wie in der Werbung versucht man erst ein Gefühl zu produzieren, zu erzeugen oder auszulösen, um es dann mit dem Produkt zu verknüpfen.
 

Das Beispiel „das schöne Geschenk“ wurde bereits ausführlich betrachtet, bei der es sich um eine retroaktive Suggestion handelte, wo eine bereits erlebte Gefühlslage reaktiviert werden sollte. Das Gefühl was induziert werden sollte war die „Dankbarkeit“, die man schon
früher einmal verspürt hatte, was dann vorab mit der Bibel verwoben werden sollte.


Jedoch findet man auch direkte Nominalisierungen, welche bewusst unspezifisch eingesetzt, oder um etwas als „erreichbar“ in Aussicht zu stellen, was durch eine Vorwegnahme eine Übernahme der Aussagen begünstigt.
 

Wenige Beispiele aus dem WTG-Buch

„Was lehrt die Bibel wirklich?“:
 

S. 6: „Denken wir nur einen Augenblick an die Ängste und Sorgen, die uns persönlich belasten.“
S. 9: „Die Antworten sind gar nicht so kompliziert. Und was noch viel besser ist: Sie geben uns Hoffnung und machen uns glücklich.“
S. 18: „Sie ( = die Bibel – A.d.A.) enthält bewährte Grundsätze, die uns bei den Problemen und Sorgen des Lebens eine Hilfe sind.“
S. 47: „Wie wir gleich sehen werden, ist dieses Lösegeld das wertvollste Geschenk überhaupt, weil es uns unvorstellbar glücklich machen kann und wichtiger ist als alles andere in
unserem Leben.“
S. 55: „Je besser wir Jehova kennen lernen, umso größer wird unsere Liebe zu ihm. Und diese Liebe wird den Wunsch in uns fördern, ihm zu gefallen.“
S.121: „Aber ein Leben zu führen, das Gott gefällt, macht überaus glücklich und zufrieden“
S.144: „Wenn wir ihn auf die richtige Weise anbeten, werden wir glücklich sein und uns viele Probleme ersparen.“
S.162: „Wenn wir für die wahre Anbetung eintreten, werden wir sehr glücklich sein und reich gesegnet werden.“
S.173: „Dann können wir die Freude erleben, Jehova, dem Hörer des Gebets, immer näher zu kommen.“

S.185: „Überlegen wir einmal: Wir können in Frieden und Glück für immer auf der Erde leben!“
S.188: „Als du zum ersten Mal gehört hast, was die Bibel wirklich lehrt, hat da dein Herz vor Freude, Begeisterung und Liebe zu Gott auch Feuer gefangen?“
S. 192: „Wenn wir völlig gesund in vollkommenem Frieden und Glück auf einer paradiesischen Erde leben, dann genießen wir endlich „das wirkliche Leben“ — ewiges Leben.“


Oder man denke an das bereits besprochene Beispiel („schöneGeschenk“):

 

„Man sucht nach dem richtigen Weg, möchte Gefahren meiden oder ist einfach neugierig.“

 

– welche Gefahr? Die, welche eigens in der Phantasie des Lesers vorherrscht. Diese Begriffe werden m.E. bewusst unspezifisch verwendet, ohne einen Bezug wie genau dieses „Glück“ oder eine „Gefahr“ auszusehen hat.


Die Phantasie wird dann noch zusätzlich durch die Glaubensinhalte in die gewünschte Bahn gelenkt, was am Beispiel der „paradiesischen Erde“ deutlich wird. Wie dieses „Glück“ und der „Frieden“ dann aussehen wird, wird sich der „Studierende“ selber ausmalen, indem er
seine eigene Gefühlswelt (erzeugt aus eigenen Bedürfnissen und Wünschen) mit in seine Vorstellungen mit einbezieht, so das er emotional selber diese genannten Gefühle induziert und diese mit den Lehren der WTG positiv verknüpft.

 

Und was ein Mensch dann einmal emotional bewertet hat, wird er nicht so schnell verwerfen...
 

Da diese initiierten Gefühle real wahrnehmbar sind, wird man den Glauben ebenso für „wahr“ halten, was wiederum an der Einheit des Menschen liegt – wenn eine der vier Ebenen des Menschen etwas für „wahr“ hält, dann fühlt sich der ganze Mensch „gezogen“, welcher
durch eigens aufkommende Emotionen sich emotional vereinnahmen lässt.

 

Während des „Heimbibelstudiums“ werden die „schönen Gefühle“ für die Religion (für Gott) selber erzeugt – künstlich...
 

Später wird es dann so dargestellt, als wenn es allein „Gottes Verdienst“ gewesen wäre, der einen Menschen zur „Wahrheit gezogen“ hat. Es istein Unterschied, ob durch einen suggestiven Anreiz Emotionen aufkommen, oder ob man aufgrund natürlicher Einflüsse selber zu einem emotionalen Eindruck kommt.


Das Problem ist, das der „Studierende“ sich diesen Unterschieden nicht bewusst ist, weil er der Illusion der eigenen Emotion nachgeht die jedoch gezielt ausgelöst wurde.
 

-
 

Aber auch in der weiterführenden Literatur, nach der Taufe zum Zeugen Jehovas, müssen diese Gefühlsregungen immer wieder neu ausgelöst werden, weil durch Fremdbeeinflussung verursachte Gefühle mit der Zeit vergehen können – hier hauptsächlich „der
Wachtturm“:

 

WT 15.06.2010, S.27:

„Über diese kostbaren biblischen Wahrheiten zu sprechen vertieft auch unser eigenes Verständnis und unsere Dankbarkeit dafür.“
 

WT 15.08.2010, S.22:

„Die Bibel ist voll von Berichten, die zeigen, wie Jehova seinen Anbetern liebende Güte erwies. Wenn wir uns die Zeit nehmen, mit Wertschätzung über die „Handlungen“ Jehovas nachzusinnen, fühlen wir uns bestimmt angeregt, uns noch mehr in dieser göttlichen Eigenschaft zu üben.“
 

WT 15.05.09, S.17:

„Eine junge Pionierin namens Daphne berichtete von ihrer Freude und Befriedigung, die ihr Fortschritt in der Wahrheit mit sich brachte: „Mein Verhältnis zu Jehova wurde noch enger, als ich ihn als reale Person wahrnahm. Wenn du alles tust, was du kannst, um Jehova zu gefallen, dann fühlst du dich richtig gut — echt zufrieden!“
WT 15.02.2010, S.28:

„Keine Zunge und keine Feder vermag den Frieden, die Freude und den Segen zu beschreiben, der unserm Herzen und Leben durch eine klare Erkenntnis des wahren Gottes zuteil geworden ist.“

 

Man muss sagen, dass man hier noch sehr (sehr) viele Beispiele bringen könnte, wo bei den Anhängern die „richtigen Knöpfe gedrückt“ (im Sinne des „Sklaven“) werden, welche dann mit den Glaubensinhalten verwoben und weiter festgefahren werden.
 

Die Häufigkeit dieser Anwendung ist immens und erfolgt regelmäßig,
Wenn man überlegt, werden die Art und Weise, wann und wofür man welche Emotion erleben darf, durch die Vorgaben, welche während der (sanften) Indoktrinierung und der Zeit danach übertragen werden, suggestiv ausgelöst...

 

Diese Emotionen, verwoben mit „Glaubensinhalten“, wenn diese einmal übernommen wurden, tragen dann selbstredend mit dazu bei das jemand ein ZJ werden will. Denn es sind diese besagten 70-80% unserer Gefühlsebene, welche zu dieser Entscheidung im Wesentlichen
beitragen - gar nicht mal das „Wissen“ aus den Glaubensinhalten. Von daher wird man kein sachliches Bibelstudienhilfsmittel vorfinden, weil man kein Interesse hegt lediglich Wissen zu vermitteln.

 

Im Vordergrund steht die emotionale Vereinnahmung. Denn wenn nicht, dann würde man eben auch nicht so vorgehen – wenn der ZJ versuchen soll das „Herz zu erreichen“ um jemanden zu verändern, dann will der „Sklave“ dies schon lange.

6.6. MM - Unspezifische Verben
 

Verben sind Zeitworte oder „Tätigkeitswörter“, wie „laufen“, „reden“, „schlafen“ etc. Genauso wie bei den Nomen und Adjektiven, so macht die Verwendung eines Verbs an sich noch keine Suggestion aus.
 

Auch ->hier sind spezielle Begriffe gefragt, die ohne weitere Erklärungen (unpräzise, Bruch in der Sprache) verwendet werden, da Ergänzungen in der Sinnfrage unbewusst und individuell vorgenommen werden.
 

Im „Milton Modell“ werden thematisch die Begriffe verwendet, welche die verschiedenen Arten an unsichtbaren Aktivitäten eines Menschen betreffen, wie „lernen“, „denken“, „erlauben“, „erfahren“, „fühlen“, „wahrnehmen“, „lösen“, „entdecken“, „finden“, „wissen“, „integrieren“,
„verbinden“, „verändern“ usw.

 

Speziell in der WT-Literatur muss man noch „nachsinnen“, „studieren“ oder „Erkenntnis in sich aufnehmen“ und "kennen lernen" hinzunehmen, oder offene Grenzen in den Tätigkeiten („Wenn du alles tust, was du kannst, um Jehova zu gefallen, dann fühlst du dich richtig gut — echt zufrieden!“).
 

Auch hier kommt es darauf an diese Tätigkeiten innerhalb eines Satzes bewusst „schwammig“ einzufügen - allgemein gehalten, ohne weiterer Erklärung, unspezifisch - der Leser soll auch hier wieder seine individuellen Vorstellungen über diese Tätigkeiten direkt bei der Überlegung, wie ein Satz zu verstehen ist, auf sich beziehen.
 

Beispiele:
 

„Die Schuhe fühlen sich komisch an.“
 

„Wie findest du den Bäcker von nebenan?“
 

„Du könntest versuchen eine eigene Lösung für deine Probleme zu finden.“
 

„Wenn Du meinst, dann mach wie du denkst.“
 

Innerhalb der Wachtturmliteratur findet man den Einsatz der unspezifischen Tätigkeiten nicht nur in gedanklichen Prozessen, sonder auch in der praktischen Ausübung des Gottesdienstes.
Hier findet man viel mehr einem richtungsweisenden Einsatz der formulierten Tätigkeiten, im Sinne der angestrebten Veränderung des Menschen, wie er sich zu verhalten hat.

 

Selbst die Art und Weise, wie die gedanklichen Tätigkeiten auszuführen sind, werden vorgegeben, was sich u.a. ja auch im „Gedankenstopp“ manifestierte.
 

Man muss bedenken, dass die WT-Literatur über 7 Millionen Anhängern das gleiche Glaubensgefühl vermittelt und es dabei schafft, diese „Speise“ als von Gott kommend verpflichtend anzunehmen.

 

Allgemein gehaltene Aussagen sind daher im Prinzip die geläufigste Form, um eine große Menge an Menschen zu erreichen.
 

Doch auch hier muss man unterscheiden zwischen einen allgemeinen Ansporn, wie z.B. ein Lob, den Schreibstil einer Tageszeitung wo ebenfalls viele Menschen mit erreicht werden, im Gegensatz zu suggestiven Aussagen, welche bewusst nur dem Anschein nach so allgemein formuliert wurden, dabei aber aufgrund der Art und Weisewie die Verben unspezifisch eingesetzt werden, eine Suggestion auslösen sollen.
 

Es wäre z.B. ein Unterschied, wenn im Wachtturm stehen würde:
„Es reicht 3 Stunden im Monat predigen zugehen.“ (was präzise wäre).

 

Die Realität sieht aber so aus, dass die persönlichen Einsatzmöglichkeiten unspezifisch formuliert werden, da jeder „sein Bestes“ geben soll.
 

Jeder Anhänger der ZJ wird so eine Aussage unfreiwillig auf sich persönlich beziehen und einen Selbstvergleich auslösen. Das pikiere an dieser Sache ist, das wenn jemand schon sein „Bestes“
gibt und dafür keine Anerkennung erfährt, dann aber eine neue Aussage wieder unbewusst auf sich bezieht, weil sie in einer suggestiven Botschaft verpackt wurde in der gesagt wird, er soll weiter versuchen sein „Bestes“ zu geben, das immer wieder neu eine Selbstkritik ausgelöst werden kann. Siehe auch „Vergleiche ohne Bezug“.

 

Doch vorher ist es dem „Sklaven“ einmal wichtig den „Studierenden“ aufzuzeigen, das er die Prozesse des Lernens persönlich auf sich als etwas individuelles, ebenso das die Art und Weise, das „wie“, sowie das „was“ aus der Bibel „studiert“ wird, dann genauso unbefangen auf sich
bezogen wird, was aber dann entsprechend den Vorgaben des Sklaven erfolgt.

 

Zunächst einmal soll der Studierende folgendes auf sich einwirken
lassen - WTG-Buch, „Was lehrt die Bibel wirklich?“:

 

S.6:

„Denken wir nur einen Augenblick an die Ängste und Sorgen, die uns persönlich belasten.“
 

S.9 - Überschrift:

„ES LOHNT SICH, DIE BIBEL KENNEN ZU LERNEN"
 

S.12 - Überschrift:

„GOTT MÖCHTE, DASS WIR IHN KENNEN LERNEN“
 

S. 15:

„Wie kann man Gott näher kommen? Ein erster Schritt wäre, Gott besser kennen zu lernen — also genau das zu tun, was wir gerade angefangen haben.“
S.16: „Ja, mehr über Jehova und Jesus zu lernen bedeutet gemäß der Bibel „ewiges Leben“.
„Je mehr wir über Jehova lernen, umso realer wird er für uns undumso mehr Gründe haben wir, ihn zu lieben und uns ihm nahe zu fühlen.“

 

S.17: „Der beste Weg, etwas über Jehova zu lernen, ist ein Studium der Bibel.“
 

An diesen Gedanken ist eine Ausdehnung erkennbar, genauer gesagt eine Umleitung der Motive, wieso der Interessierte sich mit der Bibel beschäftigen soll:
Um „Gott besser kennen zu lernen“. Wie soll er das tun? Durch ein „Studium“ der Bibel. Vorher wollte der Studierende nur die Hauptlehren der Bibel kennenlernen (eben sich nur mit der Bibel befassen) – jetzt wird er dazu noch „Gott besser kennen lernen“ wollen, was ein Beispiel für ein Verändern des inneren Wunsches wäre, indem eine emotionale Grundmotivation mitgegeben wird.

 

Nichts dagegen wenn jemand „Gott besser kennenlernen möchte“ - ich habe nur etwas dagegen, wenn man einen solchen Wunsch erzeugt, nur um Gott dann aus der Sicht des „Sklaven“ vorgestellt zu bekommen, was mit der Bindung an dessen Organisation enden soll.
 

Während im „Milton Modell“ diese unpräzisen Definitionen aus der eigenen Erfahrung erstellt werden, so wird während der Indoktrinierung zum ZJ diese Spezialisierung, „wie“ etwas zu lernen ist, weiter in die Richtung ausgebaut, „umdefiniert“ um genau zu sein, wie es der „Sklave“ gerne hätte.


Das ist das, was ich mit der Flexibilität der Sprache meinte, das Suggestionstechniken eben nicht nur im Sinne des Erfinders eingesetzt werden (Psychotherapien u.a.), sondern zu anderen
Zwecken eben leider auch missbraucht werden, wenn man hier beispielsweise die Vorgabe der vom Sklaven gewünschten Tätigkeiten denkt:


S. 18: „Die Bibel ist auch ein Geschenk, das zu Herzen geht, denn sie offenbart uns etwas über den Geber, Jehova Gott. Er möchte offensichtlich, dass wir ihn gut kennen lernen, sonst
hätte er uns dieses Buch nicht geschenkt.“

 

(Gleichstellung: Bibel kennenlernen = Gott kennenlernen = an den „Sklaven“ binden)
 

S. 26: „Die Bibel ist wirklich ein Buch von Gott. Wir sollten sielesen, studieren und lieben lernen.“
 

S. 36: „Was für einer wunderbaren Zukunft können doch Menschen entgegensehen, die sich entschließen, unseren großartigen Schöpfer, Jehova Gott, kennen zu lernen und ihm zu
dienen!“

 

S. 42: „Was Jesus während seines Lebens auf der Erde sagte und tat, hilft uns, ihn gut kennen zu lernen.“
 

S.54: „Jehova besser kennen zu lernen ist eine Möglichkeit, Dankbarkeit für das Geschenk des Lösegelds zu zeigen“


S. 55: „Wie können wir nun zeigen, dass wir Gott für das Geschenk des Lösegelds dankbar sind? Lernen wir Jehova, den großen Geber, besser kennen.... Je besser wir Jehova kennen lernen, umso größer wird unsere Liebe zu ihm.“


Anmerkung: „Jehova besser kennenlernen“ = mit dem „Bibelstudium“ des „Sklaven“ fortfahren.

S. 156: „Auch sollte man seinen persönlichen Wunsch, für die wahre Anbetung einzutreten, jeden Tag im Gebet erwähnen und Jehova um Hilfe bitten, so zu denken, wie er denkt“.

 

- (Auch hier greifen die Vorgaben des „Sklaven“, welcher vorgibt wie die „wahre Anbetung“ auszusehen hat, oder wie „Gott denkt“.)
 

S. 169: „Wenn auch wir in unseren Gebeten Gott an die erste Stelle setzen, zeigen wir, dass wir nicht nur an uns selbst denken.“
 

S. 185: „Damit wir in Gottes Liebe bleiben, müssen wir uns bewusst machen, wie Jehova seine Liebe uns gegenüber bewiesen hat. Denken wir nur an einige biblische Lehren, die wir
in diesem Buch besprochen haben ...“

 

S. 187: „Um Jehova näher zu kommen, muss man unbedingt etwas über ihn lernen.“
 

S: 188: „Wir müssen weiterhin Erkenntnis über Jehova Gott und Jesus Christus in uns aufnehmen (Johannes 17:3). Wir müssen über das, was wir aus Gottes Wort erfahren, nachsinnen, das heißt uns in die Gedanken vertiefen, indem wir uns fragen: „Was
kann ich daraus über Jehova Gott lernen? Welchen weiteren Grund liefert es mir, Gott mit ganzem Herzen, ganzem Sinn und ganzer Seele zu lieben?“ (1. Timotheus 4:15).
Wenn wir auf dieseWeise nachsinnen, wird unsere Liebe zu Jehova stets wie ein loderndes Feuer brennen.“
 

Man beachte auch den Start „es lohnt sich“ zu lernen (er wird „angelockt“...), bis zum Schluss des Buches: „Wir MÜSSEN“ (... und „eingefangen“), denn immerhin soll ja die Bindung an die ZJ
dauerhaft erfolgen. Dieser Zwang soll dann das gesamte Restleben eines ZJ begleiten, immerzu sich mit neuen Suggestionen beeinflussen zu lassen.

 

Es ist also rein pragmatisch die Fremdbeeinflussungen des "Sklaven" als etwas gleichzusetzen mit "Jehova besser kennen und lieben lernen".
 

Auf die Gründe, dies auf Dauer umzusetzen, wird ebenso regelmäßig „hingewiesen“ – auch durch den „Wachtturm“ und den anderen Publikationen. Wobei „Publikation“ nicht die richtige Bezeichnung ist – kein Werk vom „Sklaven“ besitzt eine ISBN-Nummer und ist daher so ohne weiteres eben nicht „publik“ - darunter verstehe ich etwas anderes.

Es sind viel mehr interne Schriften, die aber auch dem „aufrichtigen“ Menschen weitergegeben werden...


„Sie müssen ihr Verhalten begründen können. Auch müssen sie wissen, wie sie am besten damit umgehen, wenn man sie wegen ihrer Religion auslacht.“ - WT 15.01.2010, S.19
 

„Sie müssen lernen, sich dem Christus unterzuordnen und sich daran zu orientieren, wie er die Versammlung leitet.“ - WT 15.05.2010, S.12:


„Und natürlich müssen wir auch demütig anwenden, was wir lernen.“ - WT 15.09.2010, S.11.
 

„Heute wollen viele gar nicht wissen, was die Bibel sagt. Doch um das Wort Gottes beharrlich verkündigen zu können, müssen auch wir die Botschaft der Bibel völlig verinnerlicht
haben. Deshalb ist es so wichtig, regelmäßig zu studieren — nicht nur dann, wenn es sich gerade ergibt.“ - WT 15.02.2010,S.8.


Mit dieser Methode, an die Mitglieder erst einen gewollt individuell auffassbaren Gedanken aufkommen zu lassen, wird letztlich dieser im Sinne des „Sklaven“ weiter ausgebaut, wie er persönlich etwas machen könnte (und „sollte“). Es hat des Weiteren den „Vorteil“, dass jedes Mitglied diese Gedanken mit seiner bereits übertragenden Selbstkritik auffassen wird. Vor allem was den „Predigtdienst“ betrifft und an anderer Stelle schon betrachtet wurde.
 

Da man sich selber ausmalt, wie viel man machen müsste oder könnte, muss man es nicht mehr individuell vorschreiben, denn der ZJ selber nimmt die Kontrolle gemäß den übernommenen Normen des „Sklaven“ an sich selber vor – dies also nicht weil ein anderer jemanden ins
„Gewissen redet“, sondern weil die eigene Überlegung über das, was man „machen könnte und daher auch tun müsste“, aufgrund der übernommenen Normen, zum selbst auferlegten Zwang werden.

 

Während die Mitglieder der Mun-Sekte jeweils einen „Aufpasser“ bei sich haben (gerade bei Neulingen), so übernimmt es hier das auferlegte „Gewissen“ eines ZJ diese Kontrolle.
Intern wird auch schon einmal direkt zu einer „Selbstprüfung“ aufgefordert, ob das Mitglied auch noch konform mit den Vorgaben des „Sklaven“ agiert:

 

„Hier einige Fragen zur Selbstprüfung: Möchte ich wirklich kein Teil der Welt sein? Kennen andere meinen biblisch begründeten Standpunkt, was Feiern, Feste und Bräuche betrifft — und zwar auch solche, die nicht unbedingt heidnischen Ursprungs sind, aber eindeutig den Stempel der Welt tragen?“ – WT 15.01.2010, S.15
 

„Aber was, wenn unser Eifer für den Dienst nachgelassen hat oder er für uns nur noch Routine ist? Dann ist es Zeit für eine ehrliche Selbstprüfung.“ – WT 15.02.2010, S. 9.
 

„Hier ein paar Fragen zur Selbstprüfung: Bin ich völlig davon überzeugt, dass Gottes Normen richtig sind? Glaube ich fest daran, dass sie für mich das Allerbeste sind? (Psalm 19:7-10; Jesaja 48:17, 18). Hast du daran den leisesten Zweifel, dann tu etwas dagegen. Denke darüber nach, was es für Konsequenzen hat, wenn man Gottes Gesetze ignoriert.“
– „Gottes Liebe Buch“, S. 108.

 

„Natürlich darf uns unser Bibelwissen und die Weisheit, die wir uns dank Gottes Wort aneignen, nicht zu Kopf steigen. Es wäre daher gut, uns regelmäßig selbst zu prüfen, ob sich in uns nicht Stolz oder eine andere Schwäche breitmacht.“ - „Gottes Liebe Buch“, S. 202.
 

Dieses „neu erworbene Gewissen“ (die fremd-übertragene Selbstkritik), welches sich an „die Maßstäbe Gottes richtet“ (den Vorgaben des „Sklaven“), ist eigentlich nichts weiter als ein
suggestiv induzierter, selbst erstellter Gedanke „was man sonst noch alles machen könnte“ (oder müsste), welcher durch den bewussten Einsatz von unspezifischen Verben seitens des „Sklaven“ ausgelöst wurde.

 

Insofern hat das noch weniger mit „Gottes Geist“ zu tun als viel mehr mit einer autosuggestiven Selbstkritik nach den Maßstäben des „Sklaven“. Dieser wiederum lässt seine Anhänger anhand ihrer eigenen Vorstellungen agieren, welche wiederum von ihm ausgelöst wurden und in bestimmte Bahnen gelenkt wird.


Beispiele von Aussagen, die individuell, somit auch in der persönlichen Selbstkritik, aufgefasst werden sollen:
 

„Ganz sicher möchten wir unser Bestes geben, um regelmäßige Verkündiger des Königreiches zu bleiben.“– WT 15.02.2010 S. 18.
 

„Tun wir in diesem Werk voller Eifer unser Bestes, wird uns Jehova segnen und uns helfen, weiter geistig zu wachsen.“ – WT 15.04.2010, S. 26.
 

„Wie unsere persönliche Situation auch aussieht, Jehova erwartet von uns, dass wir ihm unser Bestes geben — unser Dienst muss immer von ganzem Herzen kommen... Würden wir Jehova weniger geben, liefe das darauf hinaus, dass wir nicht unserer Hingabe entsprechend leben...
Außerdem würden wir uns um die innere Zufriedenheit, die echte Freude und andere Segnungen bringen, die sich daraus ergeben, dass wir uns mit ganzer Seele einsetzen...“
- WT 15.07.2008, S.29.

 

Wo in diesen Beispielen wird eine Grenze gezogen? Was ist „unser Bestes“? Jeder ZJ wird für sich daraus seinen eigenen Schluss ziehen und sich immer fragen, ob es auch wirklich sein „Bestes“ ist, was er da vor allem an Zeitaufwand an seinen „Predigtdienst“ vollbringt.


Dabei wäre dies ganz leicht zu handhaben, wenn man sich wirklich an das Vorbild der ersten Christen hielte, die ohne solchen erzeugten Druck Glaubenswerke vollbrachten. Dies allein aus der Gottesbeziehung heraus, je nachdem was und wie Gott mit einen Gläubigen interagieren
wollte...

 

Auch diese Vorgehensweise, die Verwendung von interpretationsbedürftigen Anforderungen an die Mitglieder innerhalb der „geistigen Speise“ des „Sklaven“, ist eine permanente Beeinflussung des Mitgliedes, welche schon seid Jahrzehnten und unzählige Male
vorgenommen wurde – auch dies wäre ein „Mammutprojekt“ für sich, sie alle in Schriftform aufzulisten.

6.7. MM - Bezug auf undefinierte Gruppierungen

Siehe auch ->hier.


Noch eine Einsatzmöglichkeit des „Milton Modells“ ist die Bezugnahme auf eine undefinierte Gruppierung, wie „viele“, „manche“, „andere“ usw.
 

(Nebenbei kann man mit solchen Formulierungen manipulativ den Fokus der Aufmerksamkeit auf das lenken, was man möchte, was im nächsten Kapitel noch weiter vertieft wird.)
 

Hier wird es nötig, sich mit einem anderen Mechanismus unseres Unterbewusstsein zu beschäftigen:


Jeder Mensch besitzt normalerweise einen Filter mit der er die für ihn Relevanten Informationen heraus greift – was ihn nicht betrifft wird zwar wahrgenommen, jedoch nicht weiter geankert.


Diesen Filter kann man jedoch umgehen, in der man das UB einen Anlass gibt, eine Aussage sehr wohl auf sich zu beziehen.
Man braucht eine Aussage nur so zu formulieren, als wenn diese sich „richtig anhört“ oder etwas dem Anschein nach genügend begründet wurde. Hier genügt es meist, das die Satzstellung sich von der Grammatik her „richtig“ anhört, rhetorische Komponenten mit
eingeflochten werden, oder das dem Anschein nach eine Ursache und Wirkung gegeben wird („hört sich plausibel an“).


Eine Möglichkeit um dieses Wissen auszunutzen ist nun die Bezugnahme auf eine undefinierte Gruppierung, in der auf eine aus der Luft gegriffenen Menschenmenge Bezug genommen wird.
 

Aus dem Alltag kennt man vielleicht die Wortfloskel „ich kenne viele die so denken“, um eine eigene Sicht bei jemand anderen zu übertragen. Hakt man dann nach, wer denn alles „so denkt“, sind es meist doch nicht mehr so „viele“...
 

Wo man nicht nachhakt, bewirkt so eine Aussage das sie unfreiwillig ernst genommen wird, weil das Unterbewusstsein sich mit dem Anschein zufrieden gibt („ja wenn doch viele so denken, dann sollte ich das vielleicht auch...“).
 

Eine andere Einsatzmöglichkeit ist, eine Aussage so zu formulieren, das der Empfänger das Gefühl bekommt, das es ihn selber betrifft. Beispiel:
 

„Viele Leute würden gerne mehr Sport machen.“
„Es gibt eine ganze Menge Leute die sich durch den ganzen Weihnachts-Trubel belästigt fühlen.“
„Wer hat sich noch nie von Zigaretten-Gestank belästigt gefühlt?

 

Unser Unterbewusstsein (UB) bezieht solche Aussagen auf sich, da die erwähnte Gruppierung undefiniert ist. Es fragt nicht erst nach der fehlenden Information, („wer ist „viele“?), sondern stellt direkt fest, das eine Aussage auf sich bezogen werden kann.

 

Gleichzeitig sagt der Verstand, dass es tatsächlich, oder bestimmt sogar, solche Leute
geben könnte, die tatsächlich „gerne mehr Sport machen“ würden – dies wegen dem Anschein einer allgemein gültigen Aussage, wo wiederum die Form des Satzaufbaus unser UB zufrieden stellt, ganz einfach weil es sich „Sinn-füllend“ anhört.


Macht der Schreiber jedoch eine definierte Angabe, über welche Gruppierung es sich speziell handelt, „Jugendliche im Alter von 14-17 Jahren würden gerne mehr Sport machen“, liefert man dem Unterbewusstsein keinen Grund mehr eine Aussage persönlich zu nehmen, es sei denn als Leser will man etwas bewusst auf sich beziehen, oder ist Teil dieser definierten Gruppe.

Und ob man etwas bewusst übernehmen will, oder etwas nur ungewollt übernimmt weil es jemand anderes ausgelöst hat, ist nun mal ein Unterschied.


Mit der entsprechenden Formulierung und dem Anschein einer allgemeingültigen Aussage, können nun aber auch Ansichten übertragen werden, welche nicht stimmen müssen, aber dennoch übernommen werden (wegen dem „richtigen“ Anschein).
 

Beispiele aus Kapitel 1 des Buches „Was lehrt die Bibel wirklich? - wo ich in Klammern einmal nachhake, wieso diese Aussagen m.E. jeweils wichtige Faktoren zu übergehen versuchen:
 

„Doch wie es scheint, werden vor allem die wichtigsten Fragen des Lebens von vielen irgendwann nicht mehr gestellt.“
(Wer speziell sind diese „viele“ und wieso haben sie aufgehört zu fragen?)

 

„Viele Menschen haben es jedoch aufgegeben, nach Antworten darauf zu suchen.“
(Wer speziell sind diese „viele“ und wieso haben sie aufgegeben?)

 

„Manche glauben zwar, dass die Antworten in der Bibel zu finden sind, aber die Bibel ist ihnen zu schwierig.“
 

(Wer speziell ist „manche“ und wie haben diese festgestellt das die Bibel ihnen zu schwierig ist?)
 

„Anderen ist es unangenehm oder peinlich, Fragen zu stellen.“
 

(Welche Gruppierung ist „anderen“ und wieso sollte es denen peinlich sein? Soll diese Aussage vielleicht mehr ein peinliches Gefühl auslösen, nur weil man während des „Studiums“ ungewollte Gegenfragen stellen würde?)
 

„Wieder andere sind der Meinung, mit solchen Fragen sollten sich lieber Geistliche und Religionslehrer befassen.“
 

(Wer ist „wieder andere“ und wieso sind sie angeblich dieser Meinung? Diese Aussage kann nämlich zwei emotionale Richtungen auslösen. Einmal Ist es so, das ein ZJ genau in dieser Funktion als Geistlicher und Religionslehrer (auch wenn er sich nicht so benennt) Antworten
auf diese Frage zu übertragen sucht (im Sinne des „Sklaven“). Existiert beim „Studierenden“ bereits ein positiver Bezug zu solchen Gruppierungen, wird der Studierende den ZJ als Person
gleichwertiger Kompetenz betrachten. Wird die Aussage jedoch aus dem negativen Aspekt aufgefasst, da man von bisherigen Geistlichen und Religionslehrern keine befriedigende Antworten erhalten hat, oder andere schlechte Erfahrungen in Erinnerung hat, wird der „Studierende“ diese Aussage ebenso auf sich beziehen - „sollen doch die sich lieber mit
solchen Themen befassen“. Wenn also der Vertrauensbezug zu solchen Personen fehlt, zu den ZJ jedoch ein solcher existiert (sonst würde man ja nicht mit ihn solche Themen durchgehen), wird die Negation eben deshalb nicht auf den ZJ übertragen, da er sich eben nicht zu diesen Gruppierungen dazu zählt (ZJ sind weder als Geistliche noch als Religionslehrer bekannt).
Egal welchen Vertrauensbezug der Studierende mitbringt – die Aussage ist so geschickt formuliert, das beide möglich vorhandene emotionale Bezüge aufgefangen werden können, das sie den emotionalen Bezug zum ZJ seiner Wahl verstärken wird. Bringt der „Studierende“ keine Meinung mit, wird im Laufe der Zeit ihm eine Meinung übertragen – und die sieht nicht positiv aus.)


„Auch wenn manche das Gegenteil behaupten: Es gibt Antworten auf unsere Fragen und man kann sie finden — in der Bibel.“
(Wer ist „manche“ und wieso behaupten sie das man keine Antworten in der Bibel finden kann?)

 

„Das kann man von Menschen nicht sagen, da sie sich manchmal sehr zum Schlechten verändern.“
 

(Im Kontext des Buches geht es um Vertrauensbezüge. Wer ist „man“? Der Studierende soll sich selber darin finden und bei der Wahl seiner Vertrauensbezüge augenscheinlich allein auf Gottsetzen. Aber warum sollte man dann den ZJ aus dieser Aussage ausschließen, denn er ist doch auch nur ein Mensch? Auch hier werden zwei Richtungen in den emotionalen Vertrauensbezügen angesprochen. Die eine wäre, wenn z.B. Verwandte und Bekannte des Studierenden sich dahingehend „sehr zum Schlechten verändern“, wenn diese sich
negativ zum Kontakt mit den ZJ äußern (was eine natürliche Reaktion wäre). Die bereits existente Vertrauensbasis zum ZJ wird aufgrund der bisherigen positiven Prägung natürlich nicht mehr in Frage gestellt. Konkret wird diese Absicht mit folgender Aussage, auch aus dem ersten Kapitel:)

 

„Wenn wir die Bibel studieren und immer mehr daraus lernen, müssen wir allerdings damit rechnen, dass uns manche durchaus in guter Absicht daran hindern wollen.“
 

„Manche fühlen sich bei dem Gedanken an Jehovas überragende Eigenschaften nicht so recht wohl.“
(Wer ist „manche“ und wieso sollten sie sich nicht wohl fühlen, nur weil in der Bibel „Jehova-Gott“ so „überragend“ dargestellt wird? Diese Aussage wird einfach so in den Raum gestellt, ohne sie zu beleuchten, so als ob der “Studierende“ sich für einen Moment unwohl fühlen soll.
Warum sonst wird diese Aussage, ohne weiteren Kommentar, angeführt?)

 

„Wenn wir dieses Buch zur Hand genommen haben, gehören wir wahrscheinlich zu denen, die auf wichtige Fragen des Lebens eine Antwort suchen.“
 

(Wer ist „wir“? Und was ist wenn man nur die Ansichten der ZJ kennen lernen wollte? Warum soll der Anschein erweckt werden, das Buch würde Antworten geben? Was ist wenn man gar keine Antworten wollte? Aber sonst hätte man ja nicht dieses Buch “in die Hand genommen“ nicht wahr?)

Merke: Eine undefinierte Gruppierung macht aus einem "wir", "uns" und je nach Einsatz noch andere Formulierungen werden für das Unterbewusstsein immer zu einem "ich" - denn solche sprechen das UB der Zielperson direkt an.


„Je mehr wir über Jehova lernen, umso realer wird er für uns und umso mehr Gründe haben wir, ihn zu lieben und uns ihm nahe zu fühlen.“
 

(Wer ist „wir“? Und wieso wird eine emotionale Reaktion als eine Folge des „Studiums“ derart vorweggenommen?)

„Damit wir diesen Verheißungen jedoch glauben können, müssen wir mehr über den Gott erfahren, von dem sie stammen.“
 

„Es ist gut, solche Fragen zu stellen, und wir sollten auf keinen Fall aufgeben, bis wir befriedigende, zuverlässige Antworten gefunden haben.“
 

(Wer ist „wir“? Der vereinnahmende Charakter dieses Wörtchens wird offensichtlich. Diese Aussagen sollen Bewirken das der „Studierende“ natürlich mit dem „Studium“ fortfährt.)
 

Neben den Aussagen aus den Absätzen des HBSH gibt es zu diesen noch die „Studienfragen“, wie z.B.:
 

„Warum hören viele auf, nach Antworten auf die wichtigsten Fragen des Lebens zu suchen?“
„Warum sind viele der Meinung, das Leid der Menschen sei Gott gleichgültig?“
„Warum denken manche Menschen, sie könnten Gott niemals näher kommen, aber was lehrt die Bibel?“
„Was könnten manche in guter Absicht versuchen, und wie sollten wir darauf reagieren?“

 

Auch hier könnte ich bereits erwähntes hinterfragen und einwenden.

Das waren nur einige Beispiele aus dem ersten Kapitel des derzeit aktuellen HBSH. Zählt man das Buch durch, kommt man auf über 800 Verwendungen dieser undefinierten Bezugsgruppen, wenn man nur mal das Wort „wir“ nimmt – wer ist „wir“?
 

Diese Frage sollte man den Autor dieses HBSH stellen. Denn „wir“ wird zu Beginn und während des „Studiums“ auf den „Studierenden“ bezogen, obwohl er gar nicht mit zu dem „wir“ gehört, mit dem der „fertige“ ZJ sich später zur Gruppierung identifizieren wird. Denn ein undefiniertes "wir" soll immer zum "ich" werden.
 

Dieses „wir“ (sowie das „uns“) verhilft dazu, dass der Leser im Sinne des Sklaven, etwas auf sich bezieht, seinem ich. Weil diese Gruppierung undefiniert ist – anstatt den Leser direkt anzusprechen, mit „du“ oder „der Leser“ (im „Paradiesbuch“ wird sehr oft das „du“ an den „Studierenden“ verwendet, was ich okay finde, weil der Leser dieWahl hat sich damit angesprochen zu fühlen oder nicht), wird mit dem Wort „wir“ wiederum direkt das UB angesprochen, weil es der natürlichen Neigung nachgeht, eine allgemein klingende Meinung zu übernehmen.
 

Es trägt mit dazu bei, das die emotionale Vereinnahmung auf die Inhalte übertragen werden.
Nach außen erhebt ein „wir“ den allgemeingültigen Anschein, etwas nicht auf sich beziehen zu müssen („kann – nicht muss“) – dabei ist es eine direkte Ansprache an das ich, welches ungefragt etwas auf sich bezieht, wie hier bei den Fragen aus dem Vorwort aus dem HBSH:

 

"Wie werden wir mit unseren Ängsten und Sorgen fertig?
Wie können wir ein glücklicheres Familienleben führen?
Was geschieht mit uns, wenn wir sterben?
Werden wir unsere geliebten Verstorbenen jemals wiedersehen?
Warum können wir sicher sein, dass Gott hält, was er für die
Zukunft versprochen hat?“

 

(Hier in diesen Fragen erkennt man die Kombination mit anderen Techniken aus dem Milton Modell, z.B. der bereits betrachteten Substantivierung, wo etwas unweigerlich persönlich durchgearbeitet wird, ohne das man es wollte).
 

Nicht nur hier im Anfang des Buches soll das UB des Lesers diese Fragen auf sich beziehen. Dieses „wir“ begleitet einen ZJ sein Leben lang, so lange er es zulässt, dieses „wir“ auf sich als Teil der Gruppierung zu beziehen, was er ja auch in Sinne des „Sklaven“ tun soll.
 

Der „Studierende“ soll während der Indoktrinierung auf die psychologischen Mechanismen innerhalb der Gruppierung vorbereitet werden.
Während also der „Studierende“ zu Beginn des „Studiums“ dieses „wir“ auf die Menschen im Allgemeinen deuten könnte, verwandelt es sich im Laufe des Studiums in seinem Bezug, so dass gegen Ende des Studiums ein anderes „wir“ angesprochen wird, und zwar das, was das „wir“ einer Gruppe von Indoktrinierten ZJ entspricht. Nach und nach wird der angehende Neu-ZJ in dieses „Wir-Gefühl“ der Gruppierung hinein geleitet, worauf man ihn auch nirgendwo hinweist, dass man das bei ihmvorhat.


Gegen Ende des „Heimbibelstudiums“ wird der Beeinflusste diese Eigenart bereits übernommenen haben, das „wir“ in der Wachtturmliteratur, nur auf die Menschen zu beziehen, die eine „wahre Anbetung“ ausüben. Beispiel aus Kapitel 16:
 

„Eine weitere Möglichkeit, für die wahre Anbetung einzutreten, besteht darin, mit anderen über das zu sprechen, was man beim Bibelstudium mit Jehovas Zeugen gelernt hat... Vielleicht
kennen wir ja einige, denen es so ergeht. Könnten wir nicht mit ihnen über unsere biblisch begründete Zukunftshoffnung sprechen? Wer sich mit wahren Christen versammelt und
anderen von den begeisternden Wahrheiten erzählt, die er aus der Bibel gelernt hat, der wird feststellen, dass jede noch verbliebene Sehnsucht nach Bräuchen der falschen Religion mit der Zeit verschwindet. Wir können uns darauf verlassen: Wenn wir für die wahre Anbetung eintreten, werden wir sehr glücklich sein und reich gesegnet werden.“

 

Um das noch etwas auszubauen: Der Autor verwendet zu Beginn der Indoktrinierung ein „wir“ als indirekte Anrede an das UB des Lesers, seinem ich, welches aus dem „wir“ und „man“ = „du“ oder „dir“ macht, aus einem „uns“ = „mich“ oder „mir“. Beispiel:
 

„Wenn wir dieses Buch zur Hand genommen haben, gehören wir wahrscheinlich zu denen, die auf wichtige Fragen des Lebens eine Antwort suchen.“
 

Das UB empfängt hier: „Wenn ich dieses Buch zur Hand genommen hast, gehöre ich wahrscheinlich zu denen, die auf wichtige Fragen des Lebens eine Antwort suchen.“
 

„Es ist gut, solche Fragen zu stellen, und wir sollten auf keinen Fall aufgeben, bis wir befriedigende, zuverlässige Antworten gefunden haben.“
 

Wer ist „wir“?
Ich und das Buch?

 

Denn der Leser gehört definitiv zu den Menschen, die dieses Buch indie Hand genommen haben – ergo: „wir“ = „ich“. Ein „wir“ einzusetzen hält jedoch die „Allgemeingültigkeit“ als Illusion aufrecht, und ein „wahrscheinlich“ einzusetzen verharmlost die Sache, um die Illusion der Zwanglosigkeit weiter auszubauen (siehe „Weichmacher“)
 

Beispiel mit der Verwendung von „uns“:
 

„Je mehr wir über Jehova lernen, umso realer wird er für uns und umso mehr Gründe haben wir, ihn zu lieben und uns ihm nahe zu fühlen.“
... „uns“ wird im UB dann zum „mich“, oder „mir“.

„Soll ich uns einen Videofilm ausleihen?“ – soll verdeutlichen das ein „uns“ im Alltag eine
direkte Verbindung zum „ich“ haben kann – ein „uns“ jedoch undefiniert zu äußern, lässt das UB ungefragt annehmen, das es etwas genauso auf sich beziehen kann.

 

Nicht umsonst wird diese indirekte Anrede so häufig verwendet. Wie schon gesagt „wir“, über 800mal allein in diesem Buch – „uns“ über 400mal. Man würde Jahre brauchen um die gesamte Wachtturmliteratur nach den linguistischen Prägungen und Auswirkungen dieser Art zu durchsuchen die mit diesen indirekten Ansprechen des UB des Lesers ausgelöst werden – in den letzten 40 Jahren wurde das „wir“ über 230.000mal verwendet, meist um die Identifikation, das „Wir-Gefühl“ der ZJ als Gruppierung, weiter suggestiv in dem jeweiligen Leser zu verfestigen.
 

Eine Suchmaschine (Watchtower Libary 2010 – CD-ROM) für die Wachtturmliteratur der  Jahre 1970-2010 ergibt bei den folgenden Anwendungen eine Trefferquote von:
„manche“ + „oft“ - ca. 1100 Treffer
„viele“ + „andere“ - ca. 14000 Treffer
„manche“ + „andere“ - ca. 4000 Treffer
„viele“ + „oft“ - ca. 5200 Treffer

 

Natürlich muss ich sagen, dass diese Wortkombinationen, oder das „wir“ und „uns“ und „man“, nicht immer suggestiv eingesetzt werden (wie zum Beispiel in Berichten über Naturphänomene seitens der Zeitschrift „Erwachet!“) – die Auszüge aus dem HBSH zeigen jedoch sehr wohl wie diese bei dem „Interessierten“ besonders gezielt und in Kombination mit zu übertragenden Ansichten recht gezielt eingesetzt werden.
 

Zusammengefasst:
Wie schon angeführt kommen diese undefinierten Bezugsgruppen im Satzbau („wir“, „manche“, „man“, „viele“, „andere“, „wenige“, „uns“ u.a.) immer wieder durch das gesamte Buch hindurch vor, sowie in der gesamten Literatur der WTG vor – dies in Kombination mit den zu übertragenden Ansichten.
Meist um nach außen den Anschein zu erwecken, das eine Aussage den Wert einer allgemeinen Ansicht standhält, als wenn es angeblich mehrere Menschen gibt, die diese Aussagen tätigen, was eine Übernahme der Inhalte begünstigen soll - und um einen ungezwungen erscheinenden Schreibstil zu wahren.

 

Dabei erfüllen sie den Zweck, dass der Leser oder der „Studierende“ bestimmte Aussagen genauso übernehmen soll, wie sie in den Absätzen geschildert werden. Auch können so Optionen vorgegeben werden, oder eine vorweggenommene Meinung übertragen werden.
 

Im Buch „Was lehrt die Bibel wirklich?“ sowie den Vorgängern an Büchern zum Zweck der Indoktrinierung, dienen diese Redewendungen auch um die gewollten Antworten der Fragen (vor allem den Suggestivfragen) in eine bestimmte Richtung vorzugeben.
In der Bibel findet man übrigens keine solche Redewendungen – aber in einem externen „bibelerklärenden“ Buch kann der „Sklave“ die natürlich verwenden.

 

Im Laufe der weiteren Ausführungen, wenn Zitate aus der WT- Literatur angeführt werden, so wird der Leser unweigerlich auch immer wieder auf diese Formulierungen stoßen.
Genauso wie auf andere bereits besprochene Techniken nicht immer wieder aufmerksam gemacht wird, mögen diese aber dann doch als solche ins Auge springen.

6.8. MM - Pronomen ohne Bezug
 

Was den Einsatz von Pronomen betrifft, so gibt es eigentlich eine einfache Regel.

Zuerst gilt es ein Nomen (Substantiv) zu verwenden, bevor ein Pronomen als Ersatz, zum Zweck der Verkürzung und Vereinfachung im Satzbau, dienen kann. Beispiel:
 

„Ich hab die Thermoskanne gefunden. Sie („Sie“ = Pronomen mit Bezug auf „die Thermoskanne“) lag in der Spülmaschine.“


Der Leser möge nun im nächsten Beispiel erfahren, wie er selber zum
Pronomen wird:

 

„Man möge nun in diesem Beispiel erfahren, wie man selber zum Pronomen wird.“
 

„Man“ ist hier das Pronomen, aber deswegen ist das noch keine Suggestion. Erst in Kombination der Inhalte die man übertragen möchte, wird die Gesamtaussage zu einer Suggestion – siehe Beispiele unten stehend. Erst in Verbindung mit dem Zusatz, dem, was man übertragen möchte, dann erst ist diese Ansprache an das UB zielgerichtet eingesetzt
worden. Ein „man“ ohne Bezug einzusetzen macht also alleine genommen noch keine Suggestion aus, sondern erst ein ans UB gerichteter Befehl. Ansonsten hätte ich im vorliegenden Werk selber nie ein „man“ verwenden dürfen.

 

Wenn es kein Substantiv gibt, worauf sonst sich der Leser beziehen könnte, handelt es sich wiederum um eine Aussage, welche nach außen den Eindruck einer allgemeinen Aussage beansprucht, dabei aber wiederum das UB des Lesers dazu verleitet, etwas auf sich persönlich zu beziehen.
 

Das UB versteht immerzu „ich bin gemeint“. Wenige Beispiele aus dem HBSH, „man“ = „ich“, der Leser – zu beobachten ist in den folgenden Aussagen, welche Ansichten und Tätigkeiten oder Gedankenprozesse übertragen werden sollen:
 

„Was auf den vorigen Seiten zu sehen und zu lesen ist, sollte man nicht gleich als reines Wunschdenken abtun.“ – S. 6.
„Wenn man die angegebenen Bibelstellen in der eigenen Bibel nachschlägt, findet man sich bestimmt bald gut darin zurecht. Außerdem könnte man sich vornehmen, jeden Tag etwas in derBibel zu lesen. Bei drei bis fünf Kapiteln täglich hat man die Bibel in einem Jahr durchgelesen.“ – S. 7.
„Man sucht nach dem richtigen Weg, möchte Gefahren meiden oder ist einfach neugierig“

– S. 8.
„Es gibt Antworten auf unsere Fragen und man kann sie finden — in der Bibel.“ – S. 9.
„Im Anhang wird auf Seite 218, 219 begründet, warum man sagen kann, dass Michael ein anderer Name für Jesus Christus ist.“ – S. 87.

 

„Da sich heute so viele biblische Prophezeiungen erfüllen, muss man einfach zu dem Schluss kommen, dass wir wirklich in den letzten Tagen leben.“ – S. 94
 

„Man sieht heute ganz deutlich, dass die Menschenherrschaft gescheitert ist.“ – S. 112.
„Auch sollte man seinen persönlichen Wunsch, für die wahre Anbetung einzutreten, jeden Tag im Gebet erwähnen und Jehova um Hilfe bitten, so zu denken, wie er denkt (Jesaja 55:9).“ – S. 156.

 

„Um Jehova näher zu kommen, muss man unbedingt etwas über ihn lernen.“ – S. 187.
„Worum handelte es sich dabei, und warum kann man sagen, dass 1914 ein so wichtiges Jahr war?“ – S. 216.

 

„Da es im Wort Gottes keinerlei Hinweise auf zwei himmlische Heere treuer Engel gibt — eines angeführt von Michael und eines von Jesus —, darf man schlussfolgern, dass Michael kein anderer ist als Jesus Christus in seiner himmlischen Stellung.“ – S.219.
 

„Man kann sie passenderweise als Weltreich bezeichnen... Daraus kann man schlussfolgern, dass Babylon die Große weder eine politische noch eine wirtschaftliche, sondern eine religiöse Weltmacht ist.“ – S. 220


„Aber man kann sagen, dass Feste und Feiertage, bei denen Menschen oder menschliche Organisationen verherrlicht werden, für Jehova nicht annehmbar sind... Man sollte zudem
im Sinn behalten, dass es bei religiösen Festen auch auf die Ursprünge ankommt, ob Gott sie gutheißt oder nicht“ – S. 223.

 

Frage aus Kapitel 16: „Was muss man sich fragen, wenn man die falsche Religion verlassen hat, und warum ist das wichtig?“

 

Auch hier gehen die Einsätze von Pronomen ohne Bezug ins „bodenlose“, wenn die gesamte WT-Literatur dementsprechend durchsucht werden würde.